Am Freitag hat die russische Generalstaatsanwaltschaft den Niederlanden zusätzliche Dokumente im Rahmen der Ermittlungen zum Abschuss der malaysischen Boeing über der Ostukraine 2014 übergeben. Der politische Analytiker Ruslan Ostaschko hat in einem Sputnik-Interview darüber gesprochen, dass die russischen Angaben im Westen nie wahrgenommen würden.

„Der Westen wird nur mit einer Erklärung seitens Russlands zufrieden sein, dass Russland angeblich an die Volksmiliz das Buk (Flugabwehrraketensystem – Anm. d Red.) geliefert hatte, mit dem die Boeing abgeschossen worden war. Alle anderen Fakten, Dokumente und Beweise werden nicht wahrgenommen. Denn die objektiven Fakten und die objektive Wirklichkeit ist eine russische Erfindung, die niemand im Westen braucht. Dort lebt man seit langem nach dem Prinzip: Wenn die Fakten dem Standpunkt, der günstig ist, nicht passen, ist es das Problem der Fakten“, so Ostaschko.
Er merkte an, das von Almas-Antei (russischer Rüstungskonzern – Anm. d Red.) durchgeführte Experiment mit einer Buk-Rakete beweise, dass die Donezker Volkswehr die Boeing physisch nicht abschießen gekonnt habe.

„Ich bin mir dessen sicher: Wenn es irgendwelche Dokumente gäbe, die Russlands Schuld beweisen könnten, würden sie schon vor langer Zeit veröffentlicht worden sein. Russlands Wunsch zu beweisen, dass es Recht hat, ist richtig und nötig, man muss es tun. Aber es wird schwerfallen zu erreichen, dass der Westen Russland hören wird“, resümierte Ostaschko.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur etwa um 15.20 Uhr MESZ im Luftraum über der Ukraine von den Radaren verschwunden. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten von der russischen Grenze entfernt. Den Absturz überlebte niemand. Die von einem Vertreter von den Niederlanden geleitete Ermittlergruppe besteht aus Experten von Australien, Belgien, Malaysia und der Ukraine.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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