Über die Auswirkung der Fortsetzung der Krise in der Ukraine auf die Beziehungen zwischen Russland und den USA sprach der US-Sonderbeauftragte in der Ukraine, Kurt Volker, in einem Interview für die Zeitung „Financial Times“.

Die Fortsetzung der Krise in der Ukraine schade den Beziehungen zwischen den USA und Russland, wenn keine Lösung des Problems gefunden werde. „Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind wichtig, aber dieses Problem in der Ukraine wird sie schädigen“, sagte Volker der „Financial Times“.
Er bestätigte auch, Washington „erörtert ernsthaft“ die Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine, aber eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen.

Russland hatte wiederholt vor Waffenlieferungsplänen in die Ukraine gewarnt, da dieser Schritt lediglich zu einer Eskalation des Konfliktes im Donbass führen kann. Wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, mehrmals erklärte, werden Waffenlieferungen in die Ukraine aus dem Ausland nicht zur Regelung der Krise im Donbass und zur Umsetzung der Minsker Abkommen beitragen können.
Auch die meisten europäischen Politiker haben sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen. So hatte der deutsche Ex-Außenminister und Ex-Vorsitzende der OSZE und jetzige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärt, Waffenlieferungen an die Ukraine wären ein sehr riskanter und kontraproduktiver Weg zur Überwindung der Krise. Der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, General Petr Pavel, sieht eigenen Worten zufolge keine Notwendigkeit in Waffenlieferungen an Kiew, weil dies „das Leiden der Menschen nur vergrößern wird“.

Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Umsturz im Februar 2014 in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach jüngsten Angaben der Uno hat der Konflikt bisher mehr als 10.000 Menschenleben gefordert.

 

Quelle: Sputnik

 

 

Метки по теме: