Russlands Außenministerium hat die Entscheidung der estnischen Regierung, Korrespondenten der russischen Nachrichtenagentur „Rossiya Segodnya“ für das informelle Treffen der EU-Außenminister nicht zu akkreditieren, als „klare Diskriminierung“ verurteilt.

Drei Korrespondenten der russischen Nachrichtenagentur hatten nach allen Regeln die Akkreditierung zum dem Gipfeltreffen beantragt und bekamen aufeinanderfolgend drei Absagen – ohne Erklärung der Gründe. Die Agentur war zum ersten Mal mit derartigen Einschränkungen beim Zugang zur Berichterstattung über die Ereignisse auf der Ministerebene unter der Schirmherrschaft von der EU konfrontiert.

„Eine offene Diskriminierung einer der größten Nachrichtenagenturen zeigt erneut, was die scheinheiligen Erklärungen der estnischen Regierung über die Anhänglichkeit der Redefreiheit und dem Zugang zu Informationen wert sind“, erklärte das russische Außenministerium. „Die restriktiven Maßnahmen Tallins schädigen das Ansehen der EU.“

Moskau rief vor diesem Hintergrund alle zuständigen internationalen Strukturen auf, diesem eklatanten Fall eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die Rechte russischer Journalisten dürften nicht beeinträchtigt und müssten gesichert werden.

Zuvor hatte die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) die Entscheidung des estnischen EU-Vorsitzes als eine „ernsthafte Attacke“ auf Medienfreiheit bezeichnet.

 

Quelle: Sputnik

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