Russland sieht laut dem Vize-Außenminister Sergej Rjabkow eine eindeutige Tendenz zu Eskalation auf der koreanischen Halbinsel. Die jüngsten gemeinsamen Manöver Südkoreas und der USA haben die Lage erschwert, so der Minister.

„Wir sind der Ansicht, dass diese Militärübungen, die in etwas leichteren Variante im Vergleich zu dem Ursprungsszenarium abgehalten wurden, trotzdem ihre Rolle beim Provozieren von Pjöngjang zu neuen Raketenstarts gespielt haben“, betonte Rjabkow. „Wir sind derzeit über die generelle Entwicklung der Ereignisse und darüber äußerst besorgt, welche Folgen die aktuelle Situation für die Sicherheit im nordöstlichen Asien haben kann.“

Laut übereinstimmenden Angaben aus Japan, Südkorea und den USA hatte Nordkorea am frühen Dienstagmorgen unangekündigt eine ballistische Rakete über japanisches Territorium hinweg abgeschossen. Die Rakete ist den Berichten nach etwa 2700 Kilometer weit geflogen und rund 1180 Kilometer östlich der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido in den Pazifik gestürzt.

Japans Regierungschef Shinzo Abe bezeichnete den Raketentest als eine „beispiellose und ernsthafte Bedrohung“. Nach dem jüngsten Raketenstart in Nordkorea forderte Japan eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats.

 

Quelle: Sputnik