Etwa 100 Kilometer vor der libyschen Küsten sind 158 Menschen auf einem Schlepper-Boot in Seenot geraten. Eine deutsche Fregatte war an der Rettungsaktion beteiligt.

Berlin — Die deutsche Fregatte «Mecklenburg-Vorpommern» hat im Mittelmeer 158 Menschen von einem überfüllten Schlauchboot gerettet. Sie waren etwa 100 Kilometer nördlich der libyschen Küste in Seenot geraten. An der Rettungsaktion war auch die spanische Hilfsorganisation «Open Arms» beteiligt. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mitteilte, brachten die Soldaten und die Helfer am Dienstag 97 Männer, 6 Frauen sowie 55 Kinder und Jugendliche mit Speedbooten von dem in Seenot geratenen Schlepper-Schlauchboot zu der Fregatte. Die «Mecklenburg-Vorpommern» steuerte dann den italienischen Hafen Augusta an.

In diesem Jahr seien über das Mittelmeer nach Italien, Griechenland und Spanien August gut 121.000 Menschen geflüchtet, nach gut 272.000 Menschen im gleichen Zeitraum 2016. Im vergangenen Jahr registrierte die Internationale Organisation für Migration (IOM) 3228 Tote, in diesem Jahr 2410.

Die Zahl der Migranten geht seit Juli deutlich zurück. Nach Meinung der EU-Grenzschutzagentur Frontex geht das vor allem auf die stärkere Präsenz der libyschen Küstenwache zurück. Private Seenotretter hatten sich vor gut zwei Wochen aus dem Rettungsgebiet vor Libyen vorerst zurückgezogen, nach ihren Angaben wegen Drohungen libyscher Behörden.

 

Quelle: Merkur.de

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