Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die AfD als eine Partei der Schreier und Pfeifer kritisiert. „Es gibt Parteien in diesem Wahlkampf, die treff’ ich nur beim Schreien“, sagte Merkel am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt im bayerischen Erlangen. „Ich glaube nicht, daß man durch Schreien und Pfeifen die Welt zum Besseren verändert.“

Zuvor war sie von Demonstranten ausgepfiffen und ausgebuht worden. Einige hielten AfD-Schilder hoch und skandierten „Hau ab“, „Volksverräterin“ und „Merkel muß weg“. Bereits bei früheren Auftreitten war die CDU-Spitzenkandidatin mit Buhrufen und Pfeifkonzerten empfangen worden.

Meuthen rechtfertigt Störversuche

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen rechtfertigte solche Störversuche damit, daß auch seine Partei seit jeher davon betroffen sei. „Ich finde es gar nicht so falsch, daß Frau Merkel jetzt auch einmal diese Erfahrung macht“, sagte Meuthen am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Für die AfD sei es „tägliches Geschäft“, bei Wahlveranstaltungen von politischen Gegnern massiv behindert zu werden. Er selbst könne sich aber nicht vorstellen, als Störer aktiv zu werden, „denn Schreien ist kein Beitrag zum demokratischen Diskurs, und unsere Partei setzt sich ja aktiv für die Meinungsfreiheit ein“. Er fände es bei aller Kritik an Merkel richtig, daß sie sich von den Demonstranten nicht vertreiben lasse.

 

Quelle: Junge Freizeit

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