Hochrangige israelische Sicherheitsbeamte glauben, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad und seine Alliierten „bis Ende 2018 die größten Teile Syriens zurückerobern wird“, schreibt das Nachrichtenportal Israel Hayom am Mittwoch.

Die Bewertung basiert auf mehreren regionalen und internationalen Maßnahmen. „Vor allem aber die US-Entscheidung, die Hilfe für syrische Rebellengruppen zu stoppen, um gegen al-Assad zu kämpfen“, ist der Grund für das deutliche Wiedererstarken der syrischen Armee, heißt es.

Die israelischen Sicherheitsquellen wiesen darauf hin, dass „Washington offensichtlich Interesse am Ergebnis des sechsjährigen Bürgerkrieges verloren hat und moderate sunnitische Staaten ihre Unterstützung für Rebellen zurückschraubten“. Iran hingegen behielt das Level seiner Unterstützung für die al-Assad-Regierung aufrecht.

Das Establishment des israelischen Verteidigungssektors gab zuletzt die Bewertung ab, wonach Syrien auf absehbare Zeit nicht den Status von vor dem Bürgerkrieg 2011 erlangen wird.

Laut dem Nachrichtenportal Israel Hayom gehen die Verteidigungsquellen davon aus, dass „Syrien dazu bestimmt ist, sich in autonome Territorien auf Grundlage der geografischen Kontrolle von lokalen ethnischen Gruppen aufzuteilen“. Das könnte bedeuten, dass die Kurden-Miliz YPG, die fast den gesamten Norden Syriens beherrscht und dabei ist, die Stadt Rakka in enger Kooperation mit den USA und anderen westlichen Staaten einzunehmen, womöglich in Zukunft ein von Damaskus autonomes Gebiet verwalten wird. Auf dem Gebiet unterhalten die USA über acht Militärbasen.

Seit dem Jahr 2014 sind die USA im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ involviert. Das bedeutet aber auch, dass der Anti-Terrorkampf als idealer Vorwand hinhielt, ohne Erlaubnis der Damaszener Regierung in Syrien zu operieren.

Auf der anderen Seite sorgte die russische Luftkampagne dafür, dass sich die syrische Regierung im strategisch wichtigen Westsyrien wieder festigen konnte. Die russische Unterstützung trug signifikant dazu bei, dass al-Assad die ehemalige Metropolstadt Aleppo zurückerobern konnte. Politisch war das Engagement von Moskau ebenso entscheidend. Russland stellte sich auf dem internationalen Parkett demonstrativ hinter den syrischen Präsidenten.

Ebenso hielt Iran an seinem Alliierten an der Levante fest. Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sagte Anfang der Woche, dass Syrien zu einem Staat werden könnte, der in Zukunft vom Iran lebt, was nicht zuletzt auch die Angst Israels vor einem Machtzuwachs Teherans bezeugt.

Das israelische Militär teilte mit, dass es bis zu 10.000 Milizionäre in Syrien zählt, die auf die iranische Revolutionsgarde hören. Die Kämpfer werden in Afghanistan, Pakistan und Irak rekrutiert.

 

Quelle: RT

 

 

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