Die Administration des US-Präsidenten Donald Trump und das Pentagon erwägen ein neues Format der Beziehungen zum Iran, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

Die neue Iran-Strategie soll bis zum Jahresende vorgestellt werden, wie US-amerikanische diplomatische Quellen und Gesprächspartner aus der Republikanischen Partei berichteten. Ihnen zufolge ist das mit der Notwendigkeit verbunden, den Kurs der Administration gegenüber Teheran zu definieren. Da die kürzlich veröffentlichten US-Pläne zu Afghanistan von den Opponenten Trumps positiv wahrgenommen worden seien, rechne das Weiße Haus mit demselben Effekt auch bezüglich des iranischen Dokuments.

„Der politische Kurs Irans beunruhigt viele in Washington. Präsident Trump nannte Teheran mehrmals den Hauptsponsor des Terrorismus. Das wiederholte auch Pentagon-Chef James Mattis. Doch trotz harter Ankündigungen ist der strategische Kurs gegenüber dem Iran noch nicht bestimmt worden“, so eine Quelle aus der Republikanischen Partei.

Eine weitere Quelle aus den US-amerikanischen diplomatischen Kreisen bezeichne Teheran als größten regionalen Feind. Vor diesem Hintergrund werde Trump demnächst eine Rede zum Iran halten, die allerdings weder „lang» noch «großtönend“ sein werde. Darin werde es sicherlich darum gehen, dass der Iran einer der größten regionalen Gegner der USA und der Sponsor des Terrorismus sei. Ein weiteres zentrales Thema sei die Erweiterung der US-Sanktionen gegen Teheran.

Trump brauchte einige Monate für die Bestimmung einer neuen Afghanistan- und Südasien-Strategie. Er hatte erstmals im Mai über eine Erneuerung der Afghanistan-Politik gesprochen. Damals hatte er den Sicherheitsberater Herbert McMaster beauftragt, zusammen mit dem Pentagon ein entsprechendes Dokument vorzubereiten. Am 22. August hatte Trump seine Strategie für Afghanistan auf dem Militärstützpunkt Fort Myer verkündet.

Was den iranischen Vektor der US-Politik betreffe, sei Trump im Unterschied zu seinem Vorgänger äußerst hart gegenüber dem Iran gestimmt. Trump habe mehrmals mit der Aufkündigung des Atomdeals und Verschärfung des Iran-Kurses gedroht. Darüber hinaus schloss er sogar die Anwendung von Militärgewalt gegen Teheran nicht aus.

Richard Weitz, US-Politologe vom Hudson Institute, bestätigte die Informationen, dass die USA jetzt eine neue Iran-Strategie ausarbeiten würden, die anscheinend bis zum Jahresende präsentiert werden solle. „US-Außenminister Rex Tillerson sagte im April, dass der Iran die Bedingungen des Atomdeals einhalte. Doch gegen den Iran wurden neue Sanktionen eingeführt, weil dieses Land den USA zufolge Terrororganisationen unterstützt und Raketentests durchführt. Jetzt analysiert der Sicherheitsrat die Tagesordnung in dieser Richtung“, so der Experte. Die Hauptfrage bleibe jetzt, ob die USA aus dem Atomdeal aussteigen würden, so der Experte.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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