Immer mehr Migranten springen in Italien auf Güterzüge, um nach Deutschland oder in die skandinavischen Länder zu kommen. Im ersten Halbjahr waren es noch 20 Personen gewesen, im Juli stieg die Zahl auf 100 Personen. Im August fand die Polizei 80 Personen auf Zug-Aufliegern.

Immer mehr Migranten nutzen Güterzüge, um von Italien nach Deutschland zu kommen. Dabei verstecken sie sich „zwischen den Schienentransportwagen und den darauf abgestellten Lkw-Aufliegern“, schrieb die Bundespolizeiinspektion Rosenheim in einer Pressemitteilung. Die Zeitung „Rosenheim24“ berichtete am Mittwoch.

Die Reise ist gefährlich: Ein unachtsamer Moment und die Person stürzt ins Gleisbett – in Österreich und Bayern seien zwei Personen auf diese Weise schon gestorben, schreibt „Focus Online“.

Seit Anfang des Jahres findet die Bundespolizei bei Güterzugkontrollen am Bahnhof in Raubling immer wieder Menschen, die von Italien nach Deutschland gereist sind. Im ersten Halbjahr waren rund 20 Personen gefunden worden, im Juni waren es um die 100 und im August um die 70 Personen, meinte die Sprecherin der Bundespolizei Rosenheim, Jeannine Geißler, gegenüber „Focus Online“. In „Rosenheim24“ ist laut Polizeiangaben von 80 Personen im August die Rede.

Bei den Migranten handle es sich „ausschließlich um afrikanische Staatsangehörige“, so Geißler. Sie seien oft „recht entkräftet“, dehydriert, unterkühlt und bräuchten sofort ärztliche Hilfe. „Sie haben meistens keinerlei Gepäck, Getränke oder etwas bei sich“, erklärt sie.

Letzten Donnerstag fanden die Beamten elf Männer auf einem Güterzug von Verona nach München, wie „Roseheim24“ berichtete. Sie stammen hauptsächlich aus Niger, Mali und von der Elfenbeinküste. Zehn von ihnen mussten die Bundesrepublik verlassen, weil sie weder ein Interesse an Schutz noch an Asyl hatten, so die Bundespolizei laut „Roseheim24“.

Die meisten Migranten steigen in Bozen, der Hauptstadt Südtirols, auf die Güterzüge. Einige springen bereits in Verona auf die Waggons, so die Bundespolizei Rosenheim laut „Focus Online“.

 

Quelle: Epochtimes