Laut dem russischen UN-Botschafter Wassili Nebensja benötigt die Normalisierung der Situation in Afghanistan unter Anwendung der neuen US-Strategie für das Land ernste Konsultationen zwischen Washington und Moskau.

Es werde umfangreiche Konsultationen zwischen Washington und Moskau zu der neuen amerikanischen Strategie in Afghanistan geben müssen, um zu verstehen, „was die Amerikaner wollen und welchen Sieg sie in Afghanistan erringen wollen“, sagte Nebensja in einem Interview mit russischen Medien in New York.

„Wir wissen, dass Afghanistan ein Land ist, in dem auf militärischem Wege noch nie jemand einen Sieg erringen konnte“, betonte er.

Zuvor hatte der amerikanische Präsident Donald Trump die neue US-Strategie für das Land präsentiert. Trump hat keine Angaben zur militärischen Seite der Strategie gemacht, jedoch war es offensichtlich, dass die US-Militärs vorerst das Land nicht verlassen werden.
Unmissverständlich klar äußerte er sich bezüglich Pakistan. Das Land spiele in der afghanischen Konfliktregulierung eine zentrale und eher negative Rolle — es werde „viel verlieren“, wenn es weiterhin Terroristen auf seinem Gebiet beheimatet, so Trump.

Für Russland sei die Stabilisierung der Situation in Afghanistan von entscheidender Bedeutung, da das Land relativ nahe zur russischen Grenze liegt.

„Insbesondere besorgniserregend ist die Zunahme sowohl der Anzahl der IS-Anhänger als auch deren Einfluss in diesem Land“, betonte Nebensja.

Er unterstrich zudem, dass die US-Administration dies in der neuen Strategie überhaupt nicht beachte.

Ebenfalls fehle die politische Seite der Konfliktregulierung in diesem von Kriegen gebeutelten Land sowie werde die Problematik der Drogenproduktion in keinster Weise behandelt, so der UN-Botschafter.

 

Quelle: Sputnik