Wenige Wochen danach zeigt sich, in welchem Ausmaß sogenannte „Hilfsorganisationen“ am „Flüchtlings“-Desaster im Mittelmeer beteiligt waren, denen von der italienischen Justiz nach wie vor vorgeworfen wird, mit Schlepperbanden kooperiert zu haben: Seit drei Wochen werden von der Zuwanderungsfront im Mittelmeer keine Todesopfer mehr gemeldet – die meisten NGOs haben ihre Arbeit ausgesetzt. Das berichtete jetzt die Organisation für Migration (IOM).

Die Zahl der Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchen, geht seit Juli deutlich zurück. Nach Einschätzung der EU-Grenzschutzagentur Frontex geht das vor allem auf die stärkere Präsenz der libyschen Küstenwache zurück – auch diese hatten den NGOs zuletzt den Kampf angesagt.

In diesem Jahr seien über das Mittelmeer nach Italien, Griechenland und Spanien bis Ende August gut 121.000 Menschen geflüchtet, nach gut 272.000 Menschen im gleichen Zeitraum 2016. Im vergangenen Jahr registrierte die IOM in diesem Zeitraum 3.228 Tote, in diesem Jahr 2.410.

Einige private Seenotretter und auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatten sich vor gut zwei Wochen aus dem Rettungsgebiet vor Libyen vorerst zurückgezogen, nach ihren Angaben wegen Drohungen libyscher Behörden.

 

Quelle: Zuerst