Nordkorea lehnt die jüngste Resolution des UN-Sicherheitsrates, die die Raketentests des Landes verurteilt, ab und wird auch weiterhin Raketen in Richtung des Pazifiks abfeuern. Dies teilte die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag mit.

Die Agentur betont, dass die USA „eine Mitteilung des Vorstands des UN-Sicherheitsrates fabrizierten“, die den Übungsstart einer strategischen ballistischen Rakete „bemängelt“. Die Aussage an sich werde in Nordkorea als „verzerrte Realität“ betrachtet. Das Außenministerium in Pjöngjang teilte seinerseits mit, dass der UN-Sicherheitsrat das Recht eines souveränen Staates auf Selbstverteidigung „grob verletzt“.

„In Zukunft werden unsere revolutionären Streitkräfte viele Übungen von Starts ballistischer Raketen durchführen, die auf den Pazifischen Ozean gerichtet sind“, hieß es aus der Behörde.

Pjöngjang sieht zudem den Start einer ballistischen Rakete nur als „den Beginn der entschlossenen Gegenmaßnahmen darauf, dass die USA mit martialischen, aggressiven, militärischen Übungen“ auf seine „Warnung“ geantwortet hätten.

Am 30. August hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das Vorgehen der nordkoreanischen Regierung in einer Sondersitzung verurteilt. Die jüngsten Raketentests Nordkoreas seien eine Bedrohung nicht nur für die Region, sondern für alle UN-Mitgliedsstaaten, hieß es. Eine entsprechende Erklärung wurde im Anschluss der Sondersitzung angenommen.

Zuletzt hatte Nordkorea am 29. August unangekündigt eine ballistische Rakete über japanisches Territorium abgefeuert. Laut übereinstimmenden Angaben aus Japan, Südkorea und den USA ist sie etwa 2700 Kilometer weit geflogen und rund 1180 Kilometer östlich der japanischen Insel Hokkaido in den Pazifik gestürzt. Die Behörden in Tokio forderten daraufhin eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. Pjöngjang bezeichnete die Tests als „Vorspiel zu Guam“, wo sich ein Luftstützpunkt der USA befindet.

 

Quelle: Sputnik