Dänemark hat die Diskussion zu einem Gesetzentwurf gestartet, der die dänische Regierung zur Absage für die Verlegung der Gaspipeline Nord Stream 2 durch die Territorialgewässer des Landes befähigen soll. Darüber schreibt die Zeitung „Politiken“.

Die Energieagentur Dänemarks prüft demnach derzeit entsprechende Anträge. Die Behörde könne den Gesetzentwurf nur im Falle einer erheblichen Umweltbedrohung ablehnen, so die Zeitung.

Laut dem Gesetzentwurf soll sich vor allem das Außenministerium des Königreichs mit den genannten Problemen befassen. Die dänischen Diplomaten sollten sich dabei von den Interessen des Landes und den Motiven der europäischen Einigung leiten lassen, heißt es in dem Dokument.

Die internationale Ratingagentur Moody’s hatte Anfang August mitgeteilt, dass die Bauarbeiten für die Gasleitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream wegen der antirussischen Sanktionen der USA hinausgezögert werden können.

Die Staatschefs der Energiebehörden der EU-Länder hatten die EU-Kommission im Juni mit keinem Mandat für die Verhandlungen mit Russland über die Bildung einer rechtlichen Basis für Nord Stream 2 ausgestattet.

Das Projekt sieht die Verlegung von zwei Pipeline-Strängen mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr vor. Die Erdgasleitung, die in der Nähe der bereits bestehenden Pipeline Nord Stream zu verlegen ist, soll von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland verlaufen.

 

Quelle: Sputnik