Die Wahl zwischen dem SPD-Bewerber Martin Schulz und Kanzlerin Angela Merkel sei keine wirkliche Alternative, so die Linke-Spitzenkandidatin Wagenknecht. «Aber man kann eben schlecht als Zehn-Prozent-Partei den Kampf ums Kanzleramt aufnehmen», sagt sie mit einem Blick auf einen Linken-Kanzlerkandidaten.

Linke-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht hat die Aufstellung eines eigenen Kanzlerkandidaten der Linkspartei ins Gespräch gebracht.

„Natürlich fände ich es gut, wenn die Linke irgendwann den Kanzler stellen würde“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). „Wenn die SPD allen Ernstes nach einer Wahlniederlage noch einmal in eine große Koalition geht, weiß ich nicht, wo sie dann in vier Jahren steht.“

Wagenknecht verwies auf Frankreich und die Niederlande, wo die Sozialdemokratie auf einstellige Werte abgestürzt sei. „Wir leben in einer Zeit, in der sich vieles schnell verändert“, sagte sie. Bereits jetzt werde sie Linke gefragt, warum sie keinen Kanzlerkandidaten aufstelle, so Wagenknecht.

Die Wahl zwischen dem SPD-Bewerber Martin Schulz und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei keine wirkliche Alternative. „Aber man kann eben schlecht als Zehn-Prozent-Partei den Kampf ums Kanzleramt aufnehmen.“ Die SPD sei der Union immer ähnlicher geworden, kritisierte Wagenknecht. „Mit Rentenkürzungen und der Förderung ungesicherter Jobs macht sie Politik gegen ihre Wähler.“

Schulz habe viele Hoffnungen enttäuscht. „Wer sich noch nicht einmal mehr traut, eine Vermögenssteuer für Superreiche zu fordern oder Leiharbeit und Rentenkürzungen infrage zu stellen, signalisiert, dass er auch nichts Wesentliches verändern will“, sagte sie. „Eine rot-rot-grüne Bundesregierung ist nicht an uns gescheitert.“

 

Quelle: Epochtimes