Der Gesandte-Botschaftsrat der US-Botschaft in Moskau ist in das russische Außenministerium zitiert worden. Ihm wurde eine Protestnote wegen der Absicht der USA überreicht, eine Durchsuchung in der russischen Handelsvertretung in Washington durchzuführen, meldet die russische Behörde am Samstag.

„Am 2. September wurde der Gesandte-Botschaftsrat der US-Botschaft in Russland, Anthony F. Godfrey, in das russische Außenministerium zitiert. Grund war die Absicht der US-Behörden, eine Durchsuchung in der Handelsvertretung Russlands in Washington durchzuführen, zu der uns ab dem heutigen Tag der Zugang verwehrt wird, obwohl das Gebäude in russischem Staatsbesitz ist und diplomatische Immunität hat“, hieß es in der Erklärung des Außenministeriums.

In der Protestnote, die dem Gesandten-Botschaftsrat überreicht wurde, wurden die geplanten Durchsuchungen als „beispiellose aggressive Aktion“ bezeichnet. Die US-Geheimdienste könnten diese für Provokationen nutzen, indem sie den Mitarbeitern der Handelsvertretung kompromittierende Gegenstände unterjubeln, hieß es.
Das russische Außenministerium betonte zudem, es behalte sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vor. „Die US-Behörden müssen mit groben Verletzungen des Völkerrechts aufhören“, erklärte die Behörde.

Zuvor hatte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, mitgeteilt, dass US-amerikanische Geheimdienste eine Durchsuchung im russischen Generalkonsulat in San Francisco sowie in den Wohnungen der Diplomaten planten. Das US-Außenministerium wollte diese Informationen nicht kommentieren und empfahl, sich an das FBI zu wenden.

 

Quelle: Sputnik