Die ungarische Regierung hat den sogenannten „Masseneinwanderungs-Krisenfall“ jetzt um weitere sechs Monate verlängert. Regierungssprecher Kovacs begründete dies nach einer Kabinettssitzung in Budapest mit den Worten: „Im Sommer hat sich erwiesen, daß sich die Terrorgefahr in Europa infolge der massenhaften Einwanderung erhöht hat.“ Der „Migrationsnotstand“ wird nun bis zum 7. März 2018 in Kraft bleiben.

Zum ersten Mal hatte die Regierung Orbán den Notstand im September 2015 ausgerufen. Damals waren – nach der Grenzöffnung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel – in kurzer Zeit Zehntausende „Flüchtlinge“ und andere Migranten durch Ungarn in Richtung West- und Nordeuropa gezogen. Seither schottet sich Ungarn mit Zäunen und Sperren an der Südgrenze sowie mit eingeschränkten Asylverfahren erfolgreich gegen „Flüchtlinge“ ab und bleibt infolgedessen von allen aus Westeuropa bekannten Zuwanderungsfolgen verschont.

Derzeit überwinden durchschnittlich zehn „Flüchtlinge“ täglich den Grenzzaun. Die meisten von ihnen werden aufgegriffen und über die Grenze nach Serbien abgeschoben. Maximal zehn Asylsuchende am Tag werden in zwei „Transitzonen“ unmittelbar an der serbischen Grenze gelassen. Dort werden sie bis zum Abschluß ihres Verfahrens interniert.

 

Quelle: Zuerst