Wien. Im Mittelmeer gehen seit dem Rückzug der sogenannten „Hilfsorganisationen“ die Zahlen illegal nach Europa Geschleuster zwar zurück. Fachleute sehen darin aber keinen Grund zur Entwarnung, im Gegenteil. Das österreichische Bundesheer ließ eine Experten-Analyse über die künftige Entwicklung an der Migrationsfront anfertigen, die jetzt in der Österreichischen Militärischen Zeitung veröffentlicht wurde. Zentrale Aussage: Das Schlimmste steht erst noch bevor.

Hauptgrund dafür ist die Entwicklung in der Sahelzone südlich der Sahara. Dort führen die Verknappung der Lebensgrundlagen, Bevölkerungsexplosion und religiöser Extremismus zu einer explosiven Lage. Die Sahelzone ist etwa doppelt so groß wie Europa. Dort leben derzeit 130 Millionen Menschen in äußerster Armut. Gleichzeitig hat sie die weltweit höchste Geburtenrate. Die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Elektrizität, während die Analphabetenrate die höchste der Welt ist – sie reicht von 16 Prozent im Tschad bis 45 Prozent im Sudan. In der Bevölkerung breitet sich der Salafismus aus.

Die Studie des Bundesheeres macht darauf aufmerksam, daß Flüchtlingsströme aus der Region auf mehrere Millionen anwachsen könnten. Eine solche Entwicklung könnte besonders für den südeuropäischen Raum, in der Folge aber für alle Staaten der EU eine Herausforderung und eine potentielle Destabilisierung bislang ungekannten Ausmaßes darstellen.

 

Quelle: Zuerst