Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bewertete die amerikanischen Durchsuchungen in den russischen diplomatischen Vertretungen in den USA am 2. September als einen „schwarzen Tag in der Geschichte der amerikanischen Diplomatie“. Diesen Kommentar gab sie dem russischen Fernsehsender „Rossija 1“.

„Das ist eindeutig ein schwarzer Tag in der Geschichte der amerikanischen Diplomatie und in der Arbeit der amerikanischen Geheimdienste“, erklärte Sacharowa.

Die USA hätten somit ihre eigenen Geheimdienste bloßgestellt, so die Sprecherin weiter.

Ebenfalls unterstrich sie: „Der große Staat, der die Rolle eines Weltpolizisten spielen will, beschäftigt sich selbst mit einer totalen Gesetzlosigkeit“.

Am vergangenen Donnerstag hatte das US-Außenministerium mitgeteilt, dass Russland aufgefordert wird, bis zum 2. September sein Generalkonsulat in San Francisco sowie eine Kanzlei in Washington DC und die Konsularabteilung in New York City zu schließen. Diese Entscheidung sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 700 US-Diplomaten aus Russland Ende Juli. In der Pressemitteilung wird dieser Schritt der russischen Regierung als „unangebrachte und für die Beziehungen schädliche“ Aktion bezeichnet.
Das russische Außenministerium hat die Entscheidung Washingtons bereits als groben Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Moskau behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Der diplomatische Streit zwischen Russland und den USA hatte Ende 2016 begonnen. Der damalige US-Präsident Barack Obama ließ drei Wochen vor seinem Ausscheiden aus dem Amt Dutzende russische Diplomaten ausweisen und Freizeitanlagen der russischen Diplomaten in den USA schließen.
Moskau hatte damals von einer Reaktion abgesehen — in der Hoffnung auf bessere Beziehungen zu Washington unter Obamas Nachfolger Donald Trump. Weil dies jedoch nicht zutraf und der US-Kongress Ende Juli die Sanktionen gegen Russland sogar verschärfte, forderte Moskau von Washington, sein Botschaftspersonal in Russland mit dem russischen Botschaftspersonal in den USA zahlenmäßig in Einklang zu bringen.

 

Quelle: Sputnik