Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán fordert Geld von der EU: Insgesamt 440 Millionen Euro soll Brüssel für den Grenzzaun zahlen, den sein Land zwischen 2015 und 2016 errichten ließ.

Der Zaun konnte einen Großteil der illegalen Einwanderung über die sogenannte Balkanroute stoppen. Er kostete etwa das Doppelte von dem, was Orbán nun aus Brüssel fordert. Der ungarische Ministerpräsident argumentiert, der Zaun schütze nicht nur Ungarn vor illegaler Einwanderung, sondern ganz Europa. Deshalb solle die EU zumindest für die Hälfte des Betrages aufkommen.

Der Sprecher der EU-Kommission, Alexander Winterstein, teilte jedoch mit, dass man Ungarn kein Geld für diesen Zweck überweisen werde. «Die Errichtung von Zäunen finanzieren wir nicht», sagte er laut der Nachrichtenagentur AP.

Brüssel hatte im Sommer die Visegrád-Staaten Ungarn, Tschechien und Polen verklagt, weil sie sich weigerten, Einwanderer aus Afrika und dem arabischen Raum über ein EU-Verteilungssystem aufzunehmen. Mit dem geplanten Programm sollten auch die osteuropäischen Länder in multikulturelle Gesellschaften nach westlichen Vorbild umgewandelt werden.

 

Quelle: Freie Zeiten

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