Die USA scheinen alle möglichen und noch vorhanden Verträge zur Verhinderung des Atomwaffen-Wetteiferns zu vergessen und zu verletzen. Laut US-Medien hat das US-Militär die atomwaffenfähige Weiterentwicklung der B61-12 Bombe (12e-Modifikation) durch mehrere Tests „erfolgreich“ abgeschlossen.

Die B61-12 ermöglicht den USA nun kleine stark manövrierfähige Atombomben (bis 50 kt, ca. 3x „Hiroshima“) gezielt abzuwerfen – und zwar mit kleinen Kampfjets wie den F16, F18, F22 und F35, so dass sie keine schweren und großen strategischen Bomber mehr dafür brauchen. Die Manövrierfähigkeit von US-Bomben liegt aktuell bei ca. 65 km vor dem Ziel. Das heißt, dass der US-Kampfjet so eine Bombe 65 km vor dem Ziel und nicht erst genau drüber abwerfen muss, um das anvisierte Ziel zu treffen.

Zwar würde der US-Kampfjet bei einem derartigen Angriff gegen einen Gegner mit einer modernen Luftabwehr zu 100% abgeschossen werden, dennoch würde die Gefahr bestehen, dass er so eine A-Bombe bereits kurz davor abgeworfen hat, sollte der ins Landesinnere durchgedrungen sein. Oder wenn ein Steath-Jet wie F22 und F35 es schaffen würde unbemerkt durchzukommen und die A-Bombe bis zu 65 km vor dem Ziel abwerfen und wenden. Eine gute bis sehr gute Luftabwehr haben weltweit nur gut 10 Staaten, der Rest hat kaum bis keine moderne Luftabwehr. Alle anderen würden für die USA somit zum Freiwild werden, was man bereits heute am unbestraften Killerdrohnen-Einsatz über unterentwickelten Staaten sieht.

Bei einem Gegner mit einer schwachen oder unterentwickelten Luftabwehr (wie z.B. Nordkorea) könnte diese neue B61-12 Bombe (mit einer A-Bombe versehen) zu einer deutlichen Herabsetzung der Einsatz-Hemmschwelle der USA führen, diese modifizierte A-Bombe als „notwendig“ und „wenig gefährlich“ abzuwerfen, da sie „nur“ eine „lokal-begrenzte“ Atomexplosion verursache. Natürlich ist das Schwachsinn aufgrund der Winde, Polenflug, des Grundwassers und der Verstrahlung, aber genau das wird in Kreisen des Pentagon lange lobbyiert.

Diese Weiterentwicklung verletzt ganz klar den sog. SOR-Vertrag (Treaty Between the United States of America and the Russian Federation on Strategic Offensive Reductions), auch als „Moskauer Vertrag“ bezeichnet (unterzeichnet: 24.5.2002), genauso wie das Verbot der Weiterentwicklung von atomaren Offensive-Waffen (Abkommen zur Begrenzung von strategischen Offensiv-Waffen, vom 26.5.1972).

 

Quelle: Noch Info

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