112 belgische Bürger, die vom Krieg in Syrien zurückgekehrt sind oder versucht haben dorthin auszureisen, um sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) anzuschließen, sind verhaftet worden. Das berichtet die Zeitung «Soir» unter Berufung auf eine Mitteilung des belgischen Justizministers Kuns Jens.

Dem Minister zufolge sind 60 Menschen zu verschiedenen Gefängnisstrafen verurteilt worden und 52 weitere befänden sich derzeit in U-Haft.
Die belgische Zeitung «De Tijd» hatte zuvor berichtet, dass die Staatsanwaltschaft des Landes seit Anfang des Jahres insgesamt 189 Akte über Terrorfälle angelegt haben soll. Der Rekordwert von 313 Akten war im Jahre 2015 verzeichnet worden. Dies hängt dem Blatt zufolge vor allem mit belgischen Bürgern zusammen, die in den syrischen Krieg gezogen waren. Bei den neuen Ermittlungen handele es sich vor allem um junge „selbstgezüchtete“ Attentäter, die nie in Syrien gewesen seien.

 

Quelle: Sputnik