BUKAREST. Die rumänische Küstenwache hat zum wiederholten Male ein Fischerboot mit dutzenden illegalen Einwanderern im Schwarzen Meer aufgegriffen. Die Grenzpolizei entdeckte das Schiff am Sonntag östlich des Hafens von Midia, 14 Kilometer vor der Schwarzmeerküste. Da das Schiff alle Warnungen der Küstenwache ausschlug, wurde das Boot von zwei Patroillenbooten in den Hafen begleitet. Insgesamt befanden sich 87 Personen an BordSie wurden durch die Einwanderungsbehörde überprüft.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Küstenwache zwei Schiffe mit 137 Personen an Bord gestoppt. Die rumänischen Behörden befürchten, daß Rumänien zur neuen Ausweichroute für die illegale Einwanderung nach Europa werden könnte. Da die Grenzen zwischen Bulgarien und der Türkei, sowie zwischen Ungarn, Serbien und Kroatien nur noch schwer zu überwinden sind, versuchen die Schlepper neue Wege über das Schwarze Meer zu finden. Erstes Anzeichen dafür sind die Polizeiangaben für illegale Grenzübertretungen.

Illegale Grenzübertretungen steigen

In den ersten sechs Monaten des Jahres versuchten 2.500 Menschen die Grenze Rumäniens widerrechtlich zu überqueren. 2016 waren es im ganzen Jahr 1.624 gewesen. Bei einem Besuch der Küstenwache am Schwarzen Meer betonte der rumänische Innenminister Carmen Dan die Notwendigkeit einer Überprüfung aller illegalen Einwanderer, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

Erst bei seinem Besuch im Mai hatte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Aufnahme Rumäniens in den Schengenraum bis 2019 in Aussicht gestellt. Asylbewerber in Rumänien hätten damit Reisefreiheit quer durch Europa.

 

Quelle: Junge Freiheit