Russland will die Schließung des russischen Generalkonsulats in San Francisco und der russischen Handelsvertretung in Washington vor Gericht bestreiten, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson.

Während eines Telefongesprächs mit dem amerikanischen Außenminister bezeichnete Lawrow die Schließung der russischen diplomatischen Objekte als „grober Verstoß gegen die Normen des internationalen Rechtes“.
„Der Minister (Lawrow – Anm. d. Red.) hat dem US-Außenminister auf die Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin während der Pressekonferenz des Gipfels der BRICS-Staaten im chinesischen Xiamen hingewiesen, dass unser Land bereit ist, gerichtlich gegen die rechtswidrigen Handlungen Washingtons vorzugehen“, hieß es in einem Statement des russischen Außenamtes.

An welches Gericht die Klage gerichtet werden soll, soll laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow das Außenamt entscheiden. Demzufolge gab Putin dem Minister einen entsprechenden Auftrag.

„Das Ministerium sucht nach der besten Variante, die unsere gesetzlichen Interessen juristisch schützen wird“, so Peskow.

Am vergangenen Donnerstag hatte das US-Außenministerium mitgeteilt, dass Russland aufgefordert wird, bis zum 2. September sein Generalkonsulat in San Francisco sowie eine Kanzlei in Washington DC und eine konsularische Abteilung in New York City zu schließen. Diese Entscheidung sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 700 US-Diplomaten aus Russland Ende Juli. In der Pressemitteilung wird dieser Schritt der russischen Regierung als „unangebrachte und für die Beziehungen schädliche“ Aktion bezeichnet.
Das russische Außenministerium hatte die Entscheidung Washingtons bereits als groben Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Moskau behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

 

Quelle: Sputnik