Der russische Präsident hat vor einer Eskalation des Korea-Konfliktes gewarnt. Die Beispiele Libyens und des Irak hätten die Führung Nordkoreas überzeugt, dass nur Nuklearwaffen sie verteidigen können. Sanktionen würden nicht ausreichen, um sie zu überzeugen.

Nordkorea werde sein militärisches Aufrüstungsprogramm nicht unter dem Druck von Sanktionen und militärischen Drohungen aufgeben, mahnte der russische Präsident Wladimir Putin. Aufgrund der Beispiele Libyens und des Irak sei die nordkoreanische Führung zu der Überzeugung gelangt, dass die atomare Abschreckung die einzige zuverlässige Option ist, ihre Sicherheit zu gewährleisten. Putin warnte davor, den Konflikt weiter zu eskalieren.

Unter solchen Bedingungen die militärische Hysterie hochzufahren, ist sinnlos. Es ist eine Sackgasse», erklärte das russische Staatsoberhaupt. Eine militärische Eskalation «könnte zu einer globalen, planetarischen Katastrophe und einem enormen Verlust an Menschenleben führen. Es gibt keine andere Lösung der Frage der nordkoreanischen Atomwaffen als die des friedlichen Dialoges. 

Sowohl die Invasion des Iraks durch die Vereinigten Staaten im Jahr 2003 als auch die NATO-Intervention in Libyen im Jahr 2011 ereigneten sich, nachdem die jeweilige Landesführung dem Druck der internationalen Gemeinschaft stattgegeben und ihre Massenvernichtungswaffenprogramme im Austausch für Sanktionserleichterungen aufgegeben hatten.

Nordkorea ging dagegen den Weg der Konfrontation mit der Weltgemeinschaft. Das Land entwickelte erfolgreich Nuklearwaffen und arbeitet derzeit daran, ihren Einsatz zu vervollkommen.

Sie werden lieber Gras essen als ihr Programm zu beenden, solange sie sich nicht sicher fühlen», sagte Putin. «Was kann ihre Sicherheit wiederherstellen? Die Wiederherstellung des Völkerrechts.» 

Indessen äußerte der neue südkoreanische Präsident Moon Jae-in seine Hoffnung, die Krise auf diplomatischem Wege gemeinsam mit Russland lösen zu können. Moon reist am Mittwoch in die ostrussische Stadt Wladiwostok. Dort nimmt er an einem wirtschaftlichen Forum teil. Zudem sind bilaterale Gespräche mit dem russischen Präsidenten geplant.

 

Quelle: RT

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