Der bekannte Experte für Sicherheit und islamischen Terrorismus auf dem Balkan Dzevad Galijasevic hat das exklusive Interview News Front in Serbien gegeben. Unser Gesprächspartner hat die letzten Erklärungen der europäischen Politiker kommentiert, die Angst haben, dass Bosnien-Herzegowina «eine terroristische Basis» Europas werden kann. Er erzählte über die Situation in diesem Land und auf dem Balkan insgesamt.

Die letzte Zeit befürchtet man in der Europäischen Union wegen der Situation in Bosnien-Herzegowina. Über dieses Thema sagten Sebastian Kurz, Milosch Seman und andere, ihre Erklärungen sind in den Massenmedien breit verbreitet. Warum wird soviel Aufmerksamkeit diesem Land zugeteilt, empfindet man in Europa die Drohung?

Natürlich, in Europa, vor allemDeutschland, Großbritannien sind mit der Situation in Bosnien-Herzegowina gut bekannt. Und jetzt haben die Europäer zwei Gründe das Problem zu zeigen. Erste ist eine Angst für die Sicherheit. Bosnien-Herzegowina hat ein großes Netz, das dort existiert. Aber dieses Netz ist dazu geschuffen, um ihn für die Angriffe auf Europa zu verwenden.

Auf jeden Fall, die Tatsache darin, dass dieses Netz in BiG auf dem Krieg, in den mühsamen Militärverbrechen, unter denen und das Abschneiden der Treffer entstand. Das größte Problem besteht darin, dass Europa auf die Taten der Islamisten, die sie früher begingen, nicht reagierte. Jetzt reagiert, es ist die gute Nachricht, besser spät, als nie.

In Bosnien existieren ganze Siedlungen, vollständig mohammedanische, wo die Scharia gilt. Wie aussehen und funktionieren diese Siedlungen? Haben die Staatsmächte irgendwelche Kontrolle dort?

In diesem Land existieren bislang 64 Siedlungen, vollständig abgetrennt vom politischen System. Die Mehrheit der Bewohner sind der Islamischen Gesellschaft beigetreten. Die Extremisten wählen die Stellen mit den unzugänglichen Wegen, kaufen die Häuser, deren Wirte während des Krieges verjagt waren sind nicht zurückgekehrt, es ist billig. Und in jenen Siedlungen propagieren sie die radikalste Interpretation des Islams. Deshalb nennt man jene Siedlungen als «parallele dschemate». Die Mehrheit der Bewohner sind der Islamischen Gesellschaft beigetreten , 22 weitere funktionieren abgesondert. Gerade die radikalen Islamisten begaben sich auf die Kriege zu den Irak, Syrien, Afghanistan und in Kosovo.

In diesem Sommer veröffentlichte ISIL einen offenen Brief an Nichtmuslime auf dem Balkan, wo die Ereignisse der 1990er Jahre erwähnt wurden. Wie spürbar ist die Bedrohung?

Im organisatorischen Sinne gehören ab den 1990er Jahren die meisten Islamisten in Bosnien und Herzegowina zu der Terrororganisation Al Qaida und ihren bewaffneten Einheiten. Al Qaida in den 90er Jahren bildete ihre Infrastruktur hier, oft auch mit der Unterstützung der westlichen Geheimdienste. Diese Infrastruktur wurde dann verwendet, um in den Krieg in Syrien zu transportieren. Die bosnischen Muslime haben hauptsächlich zur Al-Nusra Front angeschlossen, die damals zu Al-Qaida gehörte und ihr militärischer Flügel war. Die Ausnahme sind 24 Militanten, die direkt mit dem «islamischen Staat» verbunden sind. Al Qaida ist eine klassische Terrororganisation, die ihre Abteilungen in Bosnien und Herzegowina hat. ISIL hat die Unterstützer in Bosnien und Herzegowina, aber hat keine Struktur und Organisation. Radikale Islamisten in Bosnien und Herzegowina unterstützen die Idee der islamischen Gemeinschaft, das ist das einzige, was sie verbindet. So wurde die terroristische Struktur von Al Qaida geschaffen, und hier haben die westlichen Länder (Briten, Franzosen, Amerikaner) am meisten getan.

Was die Publikation in «Rumia» angeht (es wurde ein Artikel mit Bedrohungen für Nicht-Muslime auf dem Balkan «Honey for Friends, Blood for the Enemies» veröffentlicht — Anm. der Red.), ist es offensichtlich, dass es mit den westlichen Dienstleistungen verbunden ist. «Rumia» veröffentlichte nur 10 Nummern, und wurde in London in englischer Sprache gedruckt. «Rumia» wird nicht in den Balkan-Sprachen veroffentlicht, obwohl es heißt, dass es in 10 Sprachen übersetzt wird. «Rumia» erscheint nicht in den Balkan-Sprachen, obwohl es heißt, dass es in 10 Sprachen übersetzt wird. Sogar der Name spricht von arabischem Analphabetismus, denn Rumia ist der indonesische Name von Rom, und IGIL veröffentlicht keine Nachrichten in diesem Dialekt, sondern nutzt das irakische Arabisch, es ist ganz anders.