Nach Jahren von pro-Kiewer Propaganda durch die Mainstream-Medien hat sich die französische Journalistin, Christelle Neant, dafür entschieden, die Situation mit eigenen Augen zu sehen, und fuhr in den Donbass. Nun hat sie sich dort niedergelassen – und versucht der französischen Öffentlichkeit die Wahrheit über den Konflikt zu zeigen.

Den Mainstreammedien blind glauben? Oder zum Ort des Geschehens fahren und alles mit eigenen Augen betrachten? Christelle Neant hat sich für die zweite Variante entschieden.

„Ich habe das getan, um all das zu widerlegen, was in der Mehrheit der Leitmedien, auch der französischen, geschrieben wird. Sie veröffentlichen viele Dummheiten und Unwahrheiten über diesen Konflikt. Mein Ziel war es, die wahre Situation vor Ort aufzuzeigen“, erklärte die Journalistin der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Und so beschloss Neant, die Menschen im Donbass zu sehen, die „die Kiewer Führung als Terroristen bezeichnet, nur weil sie sich geweigert haben, den Regierungssturz auf dem Maidan anzuerkennen“.
Neant ist nun seit 2016 im Donbass und bestätigt, dass trotz der Minsker Vereinbarungen die „ukrainische Armee und in noch größerem Maße die Verbände der Ultranationalisten, oder besser gesagt Neonazis, den Waffenstillstand nicht einhalten“ – im Gegensatz zu all den Bemühungen der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR).

„Die Befehlshaber der Armeen der DVR und LVR bestrafen (ihre Soldaten – Anm.d.Red.) extrem hart für ungerechtfertigte Verstöße gegen die Waffenruhe, weil die Regierungen beider „Volksrepubliken“ an einer friedlichen Lösung des Konfliktes interessiert sind und die Soldaten daher die Waffenruhe auch streng einhalten“, unterstreicht Christelle Neant.

Außerdem versuche Kiew ständig „durch verstärkten Artilleriebeschuss am Vortag oder am Tag von Verhandlungen“ die Sitzungen der Minsker Kontaktgruppe in die Länge zu ziehen oder platzen zu lassen, um danach sich medienwirksam zu beklagen, dass die Feuerpause nicht eingehalten werde, so die Journalistin.
Mehr noch, alle Initiativen der ukrainischen Führung in der letzten Zeit deuten darauf hin, dass Kiew „alle Vereinbarungen brechen und stattdessen wieder die Kontrolle über den Donbass mit Waffengewalt erlangen will, während sich die zivile Bevölkerung einstimmig die friedliche Beilegung des Konfliktes wünscht“, so Neant weiter.

Dieser Wunsch der ukrainischen Führung, den Donbass mit Waffengewalt zu erobern, könnte durchaus von den USA direkt unterstützt werden, falls sie Kiew letale Waffen liefern werden.

„Sobald die USA die Lieferung letaler Waffen an die Ukraine aufnehmen, wird sie eine Offensive im Donbass starten – voller Gewissheit der Unterstützung seitens Washingtons“, warnt die Französin.

Die Sanktionen gegen Russland wegen des Konfliktes im Osten der Ukraine sind laut der französischen Journalistin ebenfalls an Unsinn nicht zu überbieten, weil Moskau „die Ukraine nicht erobert“ und „den Donbass nicht okkupiert hat“.
„Ich bin hier nun bereits seit 18 Monaten und habe keinen einzigen russischen Truppenverband, kein einziges Anzeichen einer russischen militärischen Infrastruktur gesehen“, sagt Neant.

„Russland kann nicht etwas ‚zurückgeben‘, was es nicht erobert hatte.“

Zudem sei das Verhalten des Westens sowie explizit der Bundeskanzlern Angela Merkel völkerrechtswidrig, weil es das UN-Postulat des „Selbstbestimmungsrechts der Völker“ verletze. Daher seien auch jegliche Sanktionen für einen angeblichen Angriff auf die Ukraine rechtswidrig und illegitim.

„Russland wird für etwas bestraft, was es nicht getan hat“, betont Neant.

Die Position des Westens sei allerdings der Bevölkerung im Donbass relativ egal. Eine überwältigende Mehrheit der Menschen habe keinen Wunsch, ein Teil der Ukraine zu sein – wie auch, wenn das Kiewer Regime die eigene Bevölkerung bombardiere und durch Strom- und Wirtschaftsblockaden zermürben wolle.

„Ein Soldat der DVR hat mir an der Front einmal gesagt: ‚Ich werde niemals mehr unter der Flagge der Ukraine leben können – eines Landes, das täglich versucht, mich umzubringen‘“, erinnert sich die Französin.

Und so hat sie sich für ein Leben in der selbsternannten Republik entschieden. Seit September 2016 hat sie bereits die „Staatsbürgerschaft und den Pass der DVR“ und sie wolle dort bleiben – vor allem nach dem Krieg.

„Ich habe hier Menschen mit sehr offenen Herzen getroffen, die für ihre Ideale kämpfen, genau wie ich dies tue, und sie sind zu meiner zweiten Familie geworden“, schließt Christelle Neant ab.

 

Quelle: Sputnik