Durch Sanktionen und Einschüchterung ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel laut Russlands Präsident Wladimir Putin nicht in Griff zu kriegen. Die Bedingungen zur Aufhebung der Sanktionen seien für Pjöngjang wie eine „Einladung auf den Friedhof“.

Die Nordkoreaner einzuschüchtern, sei unmöglich – da helfe nur Überzeugungsarbeit, sagte der russische Präsident am heutigen Donnerstag auf dem Östlichen

Wirtschaftsforum in Wladiwostok. „Schauen Sie nur, was wir ihnen anbieten. Wir sagen: Wir werden die Sanktionen nicht anwenden. Das heißt,  ihr werdet besser leben, auf eurem Mittagstisch wird es mehr schmackhafte Speisen geben usw., ihr werdet euch besser kleiden können. Der nächste Schritt aber – so denken sie – ist eine Einladung auf den Friedhof“, sagte Putin. „Und darauf lassen sie sich niemals ein.“

Im Fall Nordkorea sollte man laut Putin auf Dialog statt auf Sanktionen setzen.

„Man muss doch davon sprechen, dass wir den Weg der Zusammenarbeit gehen, dass wir bereit sind, ihre Sicherheit zu gewährleisten und solche Bedingungen zu formulieren, die für sie nachvollziehbar und akzeptabel sein werden. Ich versichere Ihnen: Wenn wir diesen Weg gehen, wird sich die Lage in der Region insgesamt, wird sich das Verhältnis zwischen Nord und Süd in eine Kooperation transformieren“, sagte Putin weiter.

In Bezug auf Washingtons Rhetorik gegen Nordkorea verwies der russische Präsident im Übrigen auf die Auslassungen der Vereinigten Staaten zum Irak: Unter dem Vorwand der Suche nach Atomwaffen seien Saddam Hussein und Mitglieder seiner Familie getötet worden.

 

Quelle: Sputnik