Die empörenden Handlungen bei der Besetzung russischer diplomatischer Einrichtungen in den USA lassen sich laut der Amtssprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf keinen Fall entschuldigen.

Das Ministerium habe die „unangebrachten Versuche“ von US-Vertretern, die „rücksichtslosen Handlungen“ vom 2. September zur Besetzung russischen diplomatischen Eigentums zu rechtfertigen, aufmerksam verfolgt.
„Es gibt jedoch keine Entschuldigung für solche empörenden Aktionen, und es kann auch keine geben“, so die Sprecherin.

Was das US-Außenministerium als „Besichtigungen“ oder „Inspektionen“ bezeichnet, sei in der Tat ein illegales Eindringen in russische diplomatische Räumlichkeiten gewesen, und es seien tatsächlich „Durchsuchungen vom Keller bis zum Dachboden“ vorgenommen worden.

„Schubladen von Schreibtischen und eingebaute Schränke sind sorgfältig geprüft worden. FBI-Agenten haben in alle Ecken gesehen, alle Zimmerdecken aufgebrochen“, sagte Sacharowa weiter.
Im russischen Generalkonsulat in San Francisco führen die Amerikaner ihr zufolge „ungewisse Arbeiten, sägen und hobeln etwas“ und allem Anschein nach „beschädigen sie dabei ernsthaft die historischen Innenräume“. Agenten der US-Sicherheitsdienste „bummeln auf dem Dach“. „Anders gesagt, sie benehmen sich wie Okkupanten“, schloss die Beamtin.

Sie wies darauf hin, dass die Gebäude, die sich in Russlands Besitz befinden, nicht „versiegelt, sondern besetzt“ worden seien.

Die US-Geheimdienste hatten am Samstag trotz Moskauer Protesten das russische Generalkonsulat in San Francisco sowie die Handelsvertretungen in Washington und New York durchsucht.
Nach russischen Angaben waren an den völkerrechtswidrigen Aktionen FBI-Agenten beteiligt. Mehrere Türen seien aufgebrochen worden. Die US-Seite bestritt das. Zwei Tage vor der Durchsuchung hatte die US-Regierung Russland angewiesen, die diplomatischen Einrichtungen zu räumen.

 

Quelle: Sputnik