Berlin. Die deutschen Eisenbahnbrücken sind in teils desolatem Zustand, wie eine Datenerhebung ergibt. Insgesamt 1.086 Brücken weisen demnach so gravierende Schäden auf, daß sich eine Renovierung nicht mehr rechnet, der Großteil davon hat diesen Zustand bereits 2014 erreicht. Von den insgesamt 25.682 Brücken in Deutschland ist der Erhebung zufolge fast die Hälfte älter als 80 Jahre, die mit 146 Jahren älteste steht in Saalfeld an der Saale. Besonders dramatisch ist die Lage in Brandenburg, dort hat fast jede zehnte Brücke „gravierende Schäden“.

Und die Lage wird in der Zukunft eher kritischer als besser: Jedes Jahr müßten eigentlich 257 Bahnbrücken in Deutschland erneuert werden, seit dem Amtsantritt der Großen Koalition werden aber nur 115, also nicht einmal die Hälfte, jährlich erneuert. Generell sind die Investitionen in die Infrastruktur in Deutschland zu niedrig, bei dem Anteil pro Einwohner an der Investition in den Schienenverkehr liegt Deutschland in Europa auf dem drittletzten Platz. Die Milliarden an Euro, die der Asyl-Ansturm seit 2015 verschlingt, fehlen an anderen Stellen wie dieser nun dringend.

 

Quelle: Zuerst