Etwa 40 Terroristen des «Islamischen Staates», unter ihnen auch der so genannte Emir von Deir ez-Zor, sollen durch einen russischen Luftangriff getötet worden sein. Dies verkündete das russische Verteidigungsministerium.

Die Terroristen sollen sich in einer unterirdischen Kommandozentrale und Kommunikationseinheit in der Nähe der Stadt Deir ez-Zor aufgehalten haben, als russische Kampfflugzeuge diese zerstörten.

Russische Su-34- und Su-35-Kampfflugzeuge, die von der Hmeimim Luftwaffenstützpunkt in Syriens Provinz Latakia starteten, trafen am 5. September eine hochkarätige Versammlung der Feldkommandanten des «Islamischen Staates». Es stellte sich heraus, dass die russische Luftwaffe den Angriff auf geheimdienstliche Anweisung durchführte, nachdem es Agenten gelungen war, aus mehreren Quellen in Erfahrung zu bringen, dass ein Treffen von hochrangigen IS-Militanten in einem der unterirdischen Kommandozentralen am Rande von Deir ez-Zor stattfinden würde.

Bei dem Treffen wollten die Militanten Schritte diskutieren, mit denen sie die Offensive durch die syrischen Streitkräfte abwehren. Als Ergebnis der Luftschläge wurden mindestens 40 IS-Mitglieder, darunter vier Feldkommandeure, getötet. Eine unterirdische Kommandozentrale und ein Kommunikationsdrehkreuz der Terroristen wurden zerstört.

«Die wirksamen Aktionen der russischen Luftwaffe beschleunigten die Aufhebung einer Belagerung von der Stadt Deir ez-Zor und ließen die syrischen Truppen anfangen, die Stadt zu befreien», teilte das Ministerium in einer Erklärung am Freitag mit.

Unter den Anführern der Militanten, die getötet wurden, befand sich laut dem russischen Verteidigungsministerium der international gesuchte Abu-Muhammad al-Shimali (auch bekannt als Tirad Al-Jarba), der selbsternannte «Emir von Deir ez-Zor», was bereits offiziell zu bestätigen sei.

Al-Shimali, ein im Irak geborener saudischer Staatsbürger und ehemaliges Al-Qaida-Mitglied, hat dem IS 2015 seine Treue geschworen und wurde später dafür berüchtigt, ausländische Kämpfer auf sein Territorium zu schmuggeln.

Im Jahr 2015 bot das US-Außenministerium eine Prämie von bis zu ​​fünf Millionen US-Dollar für Informationen an, die zu al-Shimalis Erfassung und Verhaftung führen würden. Er wurde als «führender Führer des IS-Immigrations- und Logistikausschusses» bezeichnet, der «Schmuggelaktivitäten, Finanztransfers und die Bewegung von Lieferungen nach Syrien und in den Irak aus Europa, Nordafrika und der Arabischen Halbinsel» koordiniert hat.

Ein weiterer Oberkommandant, Gulmurod Chalimow, war der IS-«Kriegsminister» und kam aus Tadschikistan. Laut widersprüchlichen Berichten wurde er bei dem russischen Angriff entweder getötet oder schwer verletzt. Es wurde berichtet, dass Chalimow es geschafft habe, in ein Gebiet etwa 20 Kilometer südöstlich von Deir ez-Zor zu fliehen, teilte das Ministerium mit.

Als ehemaliger Spezialkräftechef in seiner Heimat Tadschikistan nahm Chalimow an mehreren Anti-Terrorismus-Schulungen teil, die vom US-Außenministerium in den USA und Tadschikistan bis 2014 organisiert wurden, bevor er ein Jahr später dem IS seine Treue schwur. Im Jahr 2016 schrieb das US-Außenministerium eine Belohnung von bis zu drei Millionen US-Dollar für Informationen über Chalimow aus.

Es ist nicht das erste Mal, dass berichtet wird, Chalimov sei auf dem Schlachtfeld getötet worden. Im April erzählte eine irakische Militärquelle der Times, dass der Militant bei einem Vormarsch im westlichen Mosul gefallen sei.

Den Truppen der syrischen Armee, die von der russischen Luftwaffe unterstützt wurden, gelang es am 5. September nach heftigen Zusammenstößen mit den IS-Terroristen am Rande der Stadt Deir ez-Zor, die dreijährige Belagerung der Ortschaft aufzuheben.

Der Gouverneur der gleichnamigen Region Deir ez-Zor, Muhammed Ibrahim Samra, sagte der RT-Ruptly-Agentur am Donnerstag, dass die lang ersehnte Aufhebung der Belagerung zum «der Gipfel der Freude» für Soldaten und Zivilisten wurde, die unter Mangel an Wasser, Nahrung und Elektrizität litten. Außerdem ermöglichte die Befreiung der Stadt es Russland endlich, humanitäre Hilfskonvois in das Gebiet zu schicken, denn vorher konnte die gesamte Hilfe nur von der Luft aus erfolgen.

Quelle: RT

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