Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich dafür ausgesprochen, dass Russland wieder in den Kreis der G8-Staaten aufgenommen wird – allerdings unter einer bestimmten Bedingung. Dies äußerte der Politiker in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Lindner betonte die Notwendigkeit der Dialogbereitschaft mit Russland: Es sei nämlich besser, mit Präsident Wladimir Putin zu reden als über ihn. „Wir sollten Putin die Möglichkeit eröffnen, die Sackgasse der Eskalation zu verlassen“, so der FDP-Chef.
Lindner nannte jedoch eine Bedingung für Russlands Rückkehr in die G8-Staatengruppe: „Wenn Russland auf Militärmanöver verzichtet, die unsere osteuropäischen Partner bedrohen, wäre das ein Anlass, die G8-Staatengruppe wiederzubeleben, wenn auch anfangs nur als G7 + 1.“

Zugleich forderte Lindner mehr Konsequenzen gegenüber Moskau im Fall von „Provokationen“. „Wenn Russland weiter provoziert, dann muss auch der Bau der Nord-Stream-Pipeline gestoppt werden.“

Der FDP-Politiker sprach sich außerdem gegen den Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland aus. Denn so wäre die Bundesrepublik „Erpressungen aus Moskau schutzlos ausgeliefert“.

 

Quelle: Sputnik