Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat in einem Gespräch mit RT Deutsch seine Hoffnung geäußert, dass in die Beziehungen zwischen Russland und Europa Frieden einkehren wird.

Gabriel sagte im Interview, es gebe „eine Menge Dinge“, die im beiderseitigen Interesse Deutschlands und Russlands seien.

„Wir wissen als Deutsche, dass wir die Russen und die Russen uns brauchen, damit wir gemeinsam in der Welt miteinander dafür sorgen können, dass wirtschaftlich es besser wird, dass Frieden existiert, dass wir Konflikte eindämmen“, so Gabriel.

Der Bundesaußenminister äußerte sich ferner zu der Lage in der Ostukraine: Er sei sehr froh gewesen, als der russische Präsident Wladimir Putin vorgeschlagen hatte, UN-Friedenssoldaten im Donbass zu stationieren.
„Jetzt sind die Bedingungen, unter denen Russland das vorschlägt, sicherlich nicht die gleichen, die wir vorschlagen oder die die Ukraine vorschlägt. Aber ich finde, es ist ein erster richtiger, guter Schritt“, betonte Gabriel.

Er fügte hinzu, Deutschland wolle, dass es ein besseres Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland gebe, so schwer das heute auch sei. „Wir wünschen uns, dass wir Frieden über dem Minsker Prozess ermöglichen, um auch Sanktionen gegen Russland abzubauen“.

Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland haben sich seit 2014 im Zuge der Ukraine-Krise rapide verschlechtert. Kiew beschuldigte Moskau wiederholt der Einmischung in die innerukrainischen Angelegenheiten. Russland nannte alle Vorwürfe inakzeptabel und erklärte mehrfach, dass es keine Konfliktpartei im Osten der Ukraine sei und keine Verantwortung für die Krise im Donbass trage. Mehr noch, es sei im russischen Interesse, dass die Ukraine wieder ihren Weg zu Stabilität und Wohlstand finde und sowohl die wirtschaftliche als auch die politische Krise überwinde.

 

Quelle: Sputnik