Einige Länder missbrauchen das Thema Menschenrechte im politischen Kampf gegen Venezuela. Diese Auffassung brachte der venezolanische Außenminister Jorje Arreaza am Montag bei der Eröffnung einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrates zum Ausdruck.

„Die Strategie, die sie gegen mein Land von einigen Machtzentren aus verwendeten, ist ein krasses Beispiel der Nutzung der Menschenrechte als politische Waffe zum Zweck der Vorherrschaft», heißt es im Text der Rede, die Sputnik vorliegt.

Die jüngste Geschichte sei voll von Beispielen, in denen eine „politische, selektive und voreingenommene Ausnutzung der Frage der Menschenrechte» von denen angewendet worden sei, die „ein einheitliches Weltbild aufdrängen wollen unter offensichtlicher Verletzung der allgemeingültigen Normen und Grundsätze».

Haltlose Vorwürfe wegen Menschenrechtsverletzungen in Venezuela würden Tag für Tag kommen, bedauerte Arreaza und verurteilte das „selektive, voreingenommene und politisierte» Verhalten des Büros des Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrecht (OHCHR) gegenüber Venezuela. Arreaza rief das Büro zu einer „objektiven und unparteiischen» Tätigkeit auf.

Zuvor hatte der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Seid al-Hussein, bei der Eröffnung der 36. Sitzung des UN-Rates für Menschenrechte in Genf die Auffassung geäußert, in Venezuela seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden.

Ende Juli hatten in Venezuela Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung stattgefunden, die Verfassungsänderungen entwickeln soll. Die Einberufung der Verfassungsversammlung war vom Staatspräsidenten Nicolas Maduro angeregt worden.

Die venezolanische Opposition erkannte die Verfassungsversammlung nicht an, wodurch sich die seit April andauernden Massenproteste im Lande nur zuspitzten. Mehr als 120 Menschen kamen bei diesen Massenprotesten bereits ums Leben.

 

Quelle: Sputnik