Wenn es darum geht, die vier Visegrad-Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei abzustrafen, die sich beharrlich weigern, tausende illegale muslimische Migranten bei sich zu beherbergen, sind sich die EU-Führer in Brüssel einig. Vor ihrer eigenen Tür wollen die scheinheiligen EU-Politiker die afrikanischen Einwanderer aber auch nicht haben.

Nicht weit entfernt vom EU-Parlament, ist die Zahl der wild campierenden Einwanderer aus Afrika im Maximilianpark in dieser Woche auf 650 angestiegen. Nun befürchten Juncker und Co, Zustände wie im legendären Dschungel in Calais zu ihren Füßen, und greifen hart durch.

Die belgische Polizei kontrolliert mehrmals am Tag die Illegalen und hat in dieser Woche bereits mehr als 50 von ihnen verhaftet.

„Wir wollen eine Zeltstadt wie in Calais verhindern, deswegen wird die Polizei immer wieder zu verschiedenen Tageszeiten Kontrollen durchführen. Wir wollen keinen Dschungel hier in Brüssel“, so der belgische Innenminister Jan Jambon.

Doch oft seien die Migranten schon vor dem Eintreffen der Polizei verschwunden, weil sie mitbekommen haben, dass diese im Anmarsch ist.

Am Mittwoch wurden 44 Migranten, darunter 11 unbegleitete Minderjährige, von der Polizei festgesetzt, berichtet The Brussels Times.

“Die Regierung wird die Situation im Maximilianpark in den Griff bekommen. Wir werden eine illegale Situation dort nicht tolerieren“, so Jan Jambon.

Hunderte illegale Einwanderer, die meisten aus dem Sudan und Eritrea, schlafen in dem Park nahe dem Bahnhof Gare du Nord, von wo aus die Züge in Richtung Nordsee fahren. Wie ihre „Kollegen“ in Calais wollen sie nach Großbritannien ziehen.

Genug freiwillige Helfer vom Roten Kreuz und anderen Hilfsorganisationen sind auch in Brüssel gleich zur Stelle, wenn es darum geht, die illegalen Einwanderer mit Nahrung, Kleidung und Schlafsäcken zu versorgen und sie in vor den Polizeimaßnahmen in Schutz zu nehmen.

„Sie beschlagnahmen nicht nur den Besitz der Migranten, sondern auch ihre Papiere und Handys. Auch alles was sie von uns bekommen haben, wie etwa Schlafsäcke wird ihnen weggenommen“, beklagt sich die Rot-Kreuz-Helferin Magali Clerbaux. Die Polizeieinsätze seien nur dafür da, die Migranten zu schikanieren, beschweren sich die Unterstützer.

 

Quelle: Jouwatch