Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich in einem Telefongespräch mit Angela Merkel bereit erklärt, Vorschläge der Bundeskanzlerin zur künftigen UN-Mission im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass im entsprechenden russischen Resolutionsentwurf zu berücksichtigen.

In dem Telefonat sei Putin auf die russische Initiative zur Entsendung einer UN-Mission in den Donbass eingegangen, um die dortigen OSZE-Beobachter zu unterstützen, teilte der Kreml mit.
„Unter Berücksichtigung der von Angela Merkel formulierten Erwägungen erklärte sich der russische Präsident bereit, die Funktionen der UN-Mission, wie sie im russischen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrats vorgeschlagen werden, entsprechend zu ergänzen.“

Unter anderem gehe es darum, dass die UN-Mission die OSZE-Beobachter nicht nur an der Frontlinie beschützen solle, sondern überall dort, wo sie gemäß dem Minsker Maßnahmenpaket im Einsatz seien.

Putin hatte Anfang September angekündigt, Russland lege dem UN-Sicherheitsrat demnächst einen Resolutionsentwurf vor, der den Einsatz einer UN-Friedensmission im Donbass zu ermöglichen solle. Die Blauhelme sollen demnach für die Sicherheit der OSZE-Beobachter an der so genannten Kontaktlinie zwischen der ukrainischen Armee und den Volkswehren der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk in der Ost-Ukraine sorgen.
Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als drei Jahren ein militärischer Konflikt, der bereits mehr als 10.000 Menschenleben gefordert hat. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Putsch in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang insgesamt fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen. In der Region wurde schon mehermals eine Waffenruhe vereinbart, zuletzt Ende August dieses Jahres.

 

Quelle: Sputnik