Die amerikanische Zeitung „The Washington Post“ äußert sich besorgt über die Nichteinmischung Russlands in die bevorstehenden Bundestagswahl in Deutschland.

Die Zeitung, die bekannt für ihre zahlreichen Publikationen über die „Verbindungen“ zwischen Moskau und der US-Regierung sowie über „russische Hacker“ ist, hat einen Artikel unter dem Titel „Während sich die Deutschen vorbereiten, ihre Stimmen abzugeben, gibt es ein Rätsel: Wo sind die Russen?“ veröffentlicht.

Der Artikel erinnert an den Vorfall, als 2015 gewisse Hacker (aus der Sicht der Autoren – Russen) die Computer des deutschen Parlaments angegriffen und etwa 16 Gigabyte Daten gestohlen haben.

Seitdem haben die deutschen Politiker laut dem Blatt „nervös“ gewartet, wann die einen oder anderen Daten auftauchen werden und ein Skandal beginnt.

„Viele haben mit Vorsicht auf den September 2017 geschaut – die Zeit der nächsten Wahlen in Deutschland – als ein mögliches Fenster für eine Einmischung Russlands, um erneut die Basis der westlichen Demokratie zu untergraben“, schreibt WP.

Es seien noch zwei Wochen bis zur Bundestagswahl und Angela Merkel, die laut den Autoren die „Todfeindin“ von Wladimir Putin ist, soll auf dem Weg zum Sieg sein, während die gestohlenen Daten immer noch nicht aufgetaucht seien.

Darüber hinaus führe die „russische Propaganda“ keine Desinformationskampagne und sogar die „Kremlbots“ seien „misstrauisch ruhig“, beschwert sich das Blatt
Aus der Sicht der Zeitung ist dies zu einem Mysterium auch für Beamte und Experten geworden.

Die Autoren des Artikels fragen sich, was hinter dem Verhalten Russlands in dieser Situation steht: ein deutscher Erfolg in der Cyber-Sicherheit, die Entscheidung des Kremls „sich zurückzuziehen“ oder will Moskau nur „abwarten“?

Seit der Wahlkampagne von Donald Trump hat „The Washington Post“ beim Versuch, ihn zu deskreditieren, ohne irgendwelche Beweise aktiv über seine angebliche Verbindungen zu Russland geschrieben. Außerdem repliziert die Zeitung die nicht unterstützten Informationen über angebliche russische Cyberangriffe auf die USA und andere Länder.

In einem kürzlich erschienenen Artikel hatte die Zeitung über einen angeblichen administrativen Druck auf den WP-Reporter Andrew Roth geschrieben. Russlands Außenministerium hatte die Meldung als unglaubwürdig verurteilt. Im entsprechenden Artikel gebe es eine „fragliche Passage“, hieß es aus dem russischen Außenamt. Der Autor des Artikels hatte der Behörde zufolge weder Namen noch Funktion der Mitarbeiter der russischen Behörden genannt, die ihn angeblich unter Druck gesetzt haben sollen.

„Derartige erfundene Vorwürfe überlassen wir dem Gewissen dieser Zeitung“, so die Mitteilung der russischen Außenbehörde, die online veröffentlicht wurde.

 

Quelle: Sputnik