Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Sonntag bei einer internationalen Messe in Thessaloniki vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert, eine Entscheidung über eine Beteiligung am dritten Rettungspaket für Griechenland bis Jahresende zu treffen. Dies berichtet Reuters.

„Wir können mit oder ohne die Anwesenheit des IWF leben. Wir können aber nicht damit leben, wenn der Fonds mit einem Fuß drin und mit dem anderen draußen ist“, wird Tsipras von der Agentur zitiert.
Der IWF solle bis Jahresende entscheiden, ob er am Programm teilnehmen werde. Das betreffe aber nicht nur Griechenland, sondern ganz Europa, betonte er dabei.

Der griechische Ministerpräsident sei außerdem nicht der Ansicht, dass die Haltung des IWF die Einschätzung des dritten Reformpakets hemmen werde, da diese von der Erfüllung der Abkommen mit den Gläubigern abhänge.

Der IWF hatte in den vergangenen zwei Jahren keine Entscheidung über eine Beteiligung am dritten Rettungspaket für Griechenland fällen können. Das Rettungspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im Sommer 2018 aus. Der IWF hatte einige Vorbedingungen gestellt, unter anderem den Schnitt der griechischen Staatsschuld, doch Deutschland war dagegen aufgetreten.

 

Quelle: Sputnik