Die Nato startet ab heute zusammen mit Schweden das größte Militärmanöver in der Ostsee seit mehr als 20 Jahren. Die geplante Übung sei angesichts der steigenden «regionalen Spannungen» wichtig, erkärte der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Gleichzeitig sprach er über den Wunsch der Allianz, die Beziehungen zu Russland wieder zu verbessern.

Zudem erwähnte der Nato-Generalsekretär bei seinem Auftritt Russland und betonte, das Bündnis wünsche sich eine Verbesserung der Beziehungen zu dem östlichen Nachbarn.

Das geplante Manöver ist die größte Truppenübung der Nato in der Region seit 20 Jahren. Die Manöver sollen zusammen mit den schwedischen Truppen zwischen dem 11. und 29. September in der Nähe von Stockholm, Göteborg und der Insel Gotland nur 300 Kilometer von der russischen Grenze entfernt stattfinden.
Insgesamt sollen mehr als 21.000 Soldaten aus Schweden und zahlreichen Nato-Staaten an der Truppenübung teilnehmen.

Die Manöver sollen dazu dienen, Situationen einzuüben, bei denen im Rahmen „steigender regionaler Spannungen“ Schweden sowie das Nato-Bündnis einem „qualifizierten Gegner“ gegenübersteht.

Dennoch soll diese Truppenübung laut dem Generalsekretär nicht als Bedrohung gewertet werden.

„Wir wollen einen Konflikt vermeiden. Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg. Wir wollen weiter an der Verbesserung der Beziehungen zu Russland arbeiten“, betonte Stoltenberg.

Gleichzeitig unterstrich der Generalsekretär die strategische Bedeutung der Insel Gotland:

„Gotland ist extrem wichtig, weil es mitten in der Ostsee liegt. Und die Ostsee hat nun in der Situation der wachsenden Spannungen eine strategisch wichtigere Bedeutung bekommen. Daher musste die Nato ihre Militärpräsenz in der Ostseeregion erhöhen.“

 

Quelle: Sputnik