Der UN-Sicherheitsrat hat am Montag (Ortszeit) einstimmig für eine Deckelung von Öllieferungen an Nordkorea votiert. Die entsprechende Resolution verbietet zudem alle Lieferungen von Erdgas an Nordkorea und Textilexporte. Mit den neuen Sanktionen bestraft das höchste UN-Gremium die Regierung in Pjöngjang für ihren neuerlichen Atomtest vor etwa einer Woche. Aus der Sicht Chinas muss das Ziel der neuen Strafmaßnahmen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm sein.

Das Land erhält nach US-Angaben jährlich rund 8,5 Millionen Barrel Öl aus dem Ausland, knapp die Hälfte davon in Form von Rohöl und die andere Hälfte in Form von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl. Von diesen Erzeugnissen dürfen ab dem 1. Oktober und bis Ende des Jahres nur 500.000 Barrel an Nordkorea geliefert werden, ab 1. Januar 2018 dann nur zwei Millionen Barrel jährlich. Das zuvor diskutierte, vollständige Ölembargo wurde abgelehnt, weil es die nordkoreanische Bevölkerung schwer getroffen hätte.

Es ist bereits die neunte UN-Resolution im Zusammenhang mit Nordkoreas Atom- und Raketentests seit dem Jahr 2006. Wirkung gezeigt hat bisher keine von ihnen – Nordkorea hat seine Tests und sein Atomprogramm, das weltweit als ernste Bedrohung angesehen wird, trotz aller Warnungen bisher fortgesetzt.

 

Quelle: RT