Amerikanische Experten haben eine rasante Entwicklung der Robotertechnik in der russischen Armee verzeichnet, berichtet am Dienstag das Fachblatt „The National Interest“ (NL).

Obwohl in der Praxis die russischen Drohnen noch immer nur für die Minenräumung eingesetzt werden, soll dies nur der erste Schritt werden und die Nutzung von Kampfrobotern sei keine Zukunftsmusik mehr.

Der Autor des Artikels erinnert an Syrien, wo seit mehreren Jahren erfolgreich die russischen multifunktionalen Systeme Uran-6 verwendet werden. Abhängig von den Aufgaben stehe dem Militär eines von fünf Geräten im Waffenarsenal zur Verfügung. Und obwohl die Technologie selbst nicht weltweit einzigartig sei, soll ihre Umsetzung und Weiterentwicklung „ein Beispiel dafür darstellen, wie das russische Militär rasant durch seine Anpassung der Robotersysteme (die westlichen Länder) aufholt “, schreibt das Blatt.

Der Uran-6-Minenräumungsroboter sei ein Vorbote der Zukunft. Die Russen entwickeln viel progressivere Robotersysteme, darunter auch gepanzerte Drohnen, schreibt NL.

„Es kann sein, dass der Uran-6 ein ,Prüfstand‘ für weitere Drohnen-Modelle sein wird“, sagte Samuel Bendett, ein Forscher des Zentrums der seemilitärischen Analyse. „Die Russen argumentieren, dass ein größerer Heeresroboter Uran-9 mehrere Aufgaben durchführen kann“.

Der Mehrzweck-Kampfroboter Uran-9 ist für distanzierte Aufklärung sowie zur Feuerunterstützung von Truppen, Aufklärungs- und Antiterroreinheiten geeignet. Das System ist in der Lage, das Ziel in einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern bei Tageslicht und in einer Entfernung von 3000 Metern in der Nacht zu treffen Zu seinem Waffenarsenal gehören eine 30-Millimeter-Schnellfeuerkanone vom Typ 2A72, ein Maschinengewehr mit einem Kaliber von 7,62 Millimetern, gelenkte Panzerabwehrraketen vom Typ „Ataka“ sowie das Flugabwehr-Raketensystem des Typs „Igla“. Die Roboter verfügen außerdem über ein Laserstrahl-Warnsystem, können Ziele orten, erfassen und verfolgen.

Das russische Verteidigungsministerium prüft nun die Ergebnisse von Vergleichstests der Kampfroboter „Nerechta“, „Soratnik“ und Uran-9, um festzustellen, welcher unbemannte Panzerwagen in Betrieb genommen werden soll.

 

Quelle: Sputnik