Seit Januar zerkratzt ein Unbekannter immer wieder Wagen des Emmeringer Autohändlers Manfred Heilbrunner. Der Schaden geht in die Zehntausende. Nun hat er eine Belohnung ausgesetzt.

Emmering – Ist es Wut, Neid oder die pure Lust an Zerstörung? Nun ist das Maß jedenfalls voll! Lange genug hat Manfred Heilbrunner dem Treiben auf dem Gelände seines Autohandels an der Brucker Straße zugesehen. Insgesamt 20 Autos hat ein Unbekannter seit Jahresbeginn zerkratzt. Die Kosten für die Reparatur sowie die Wertminderung der Fahrzeuge summieren sich mittlerweile auf geschätzte 45 000 Euro. „Das ärgert mich wahnsinnig“, sagt der 53-Jährige. Kleinkriegen lassen will er sich von dem Vandalen aber nicht: „Ich lebe gut von meinem Geschäft, an meiner Existenz wird dieser Typ nichts ändern.“

Mit Videokameras will der Emmeringer den Täter erwischen

Wer ihm das Leben schwer machen will, darüber kann Heilbrunner nur spekulieren. „Ich habe einen Verdacht“, sagt er. Doch das hilft ihm nicht weiter. Deshalb will er das Areal jetzt mit Videokameras ausstatten. So hofft der Autohändler, den Täter auf frischer Tat zu ertappen. Außerdem hat Heilbrunner eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Diese Idee stößt auch bei der Polizei auf Zustimmung. „Das hat uns schon öfter bei der Ermittlung von Tatverdächtigen genützt“, sagt der Brucker Polizeichef Walter Müller. Ein finanzieller Anreiz würde dem Gedächtnis mancher Zeugen eben auf die Sprünge helfen. In Heilbrunners Fall setzt Müller große Hoffnung auf die Auslobung einer Belohnung. Denn auch wenn seine Beamten verstärkt Streife in Emmering fahren würden, sei es sehr unwahrscheinlich, den Täter auf frischer Tat zu ertappen.

Quelle: Merkur.de