Das deutsche Wochenmagazin Focus hatte in seinem Artikel nicht vor, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu beleidigen. Die Redaktion des Journals erklärte, der Autor habe lediglich ein „ironisches Wortspiel“ gebraucht, berichtet die Deutsche Welle mit Verweis auf den Pressesprecher von Focus, Alice Wagner.

Focus hatte in seiner letzten Ausgabe vom Dienstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin als einen „Hund“ beschimpft.

Die Pressesprecherin der Zeitschrift, Alice Wagner, erklärte der Deutschen Welle, es sei ein Wortspiel gewesen, das anders zu verstehen gewesen sein sollte.
Das Wort „Hund“ hätte in diesem Kontext verstanden werden müssen als „harter Hund“ – also Putin als eine Art „harte Nuss“ der Politik, versuchte die Focus-Sprecherin zu beschwichtigen. Leider habe die russische Seite dieses Wortspiel nicht verstanden, weil es anscheinend ins Russische nicht wörtlich übertragen werden könne, so Wagner.

Bei dem Artikel handelte es sich um einen Beitrag über die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Darin gibt es einen Ausschnitt: „Sie hat zwar Angst vor Putins Hund, aber keine Angst vor dem Hund Putin.“

Die russische Botschaft in Deutschland reagierte umgehend auf diese Beleidigung, postete ein Foto des Artikels und schrieb dazu:

 

Einige Vertreter der russischen diplomatischen Vertretung reagierten mit einer deutlich schärferen Kritik.

So hatte der Leiter des Presse- und Kommunikationsdienstes der russischen Botschaft in Deutschland, Denis Mikerin, auf seinem Facebook-Account zu diesem Thema geschrieben:

«Rote Linien gibt es doch. Heute ist viel mehr in den Medien erlaubt, «akzeptabel» und «nachvollziehbar» als noch vor 20 Jahren. Aber einige Sachen haben gar nichts mit Meinungs- oder Medienfreiheit zu tun, und sind keinesfalls zu tolerieren.»

Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat dem deutschen Magazin zudem Subjektivität und äußerste Russophobie vorgeworfen.
„Focus“ habe schon immer „äußerst subjektiv“ und „äußerst russophob“ über Russland berichtet, so Peskow.

Man versuche zwar den Focus einfach zu ignorieren, aber der letzte Aussetzer sei nicht mehr akzeptabel.

„Andererseits ist jede Beleidigung unannehmbar. Sie schadet eher dem Image der Zeitschrift selbst“, betonte Peskow.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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