Bei den aktuellen Verhandlungen in Astana ab Mittwoch wurden zahlreiche Regelungen zum Konflikt in Syrien beraten und verabschiedet, darunter zur Deeskalationszone in der Provinz Idlib. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf eine den Gesprächen nahe stehende Quelle.

Am Mittwoch startete in der kasachischen Hauptstadt die nächste Verhandlungsrunde zur Regelung der Syrien-Krise. Daran sind vier Staaten beteiligt – Russland, der Türkei und des Iran sowie die syrische Regierungsdelegation und Vertreter der Opposition.

„Dieses Treffen in Astana soll erwartungsgemäß ein großer Erfolg hinsichtlich der Vollendung des Prozesses werden, der im Januar gestartet wurde“, so die Quelle. „Auf Experten- und hoher politischer Ebene wurde eine große Arbeit geleistet, um die endgültige Vereinbarung zum ganzen Dokumentenpaket zu erzielen – darunter alle Deeskalationszonen, auch in Idlib, deren Grenzen, Monitoring und so weiter. Es gibt jede Voraussetzung dafür.“

Wenn die beteiligten Seiten eine Vereinbarung zum ganzen Dokumentenpaket treffen, das den Ablauf und die praktischen Aspekte deren Implementierung festlegt, dann wird der Quelle nach als nächster Schritt der politische Prozess eingeleitet.

Das sechste internationale Treffen zu Syrien findet am 14. und 15. September in der kasachischen Hauptstadt Astana statt. Die Teilnehmer des Treffens beraten über Dokumente, in denen es um die weitere Deeskalation in Syrien geht.

Die Delegation Russlands wurde vom Sonderbeauftragen des russischen Präsidenten, Alexander Lawrentjew, geleitet. Die syrische Regierungsdelegation reiste unter Leitung des syrischen UN-Botschafters Baschar al-Dschafari nach Astana. Am Treffen sollte zudem der Berater des US-Außenministers, David Satterfield, als Beobachter teilnehmen.

Es wird u.a. erwartet, dass die Verhandlungspartner eine gemeinsame Erklärung zu Minenräumarbeiten für historische Denkmäler in Syrien abgeben.