Russlands Präsident Wladimir Putin ist über eine Welle von „Telefonterror“ in Russland informiert worden. Das teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit.

„Dieser Telefonterror ist zweifellos Telefon-Rowdytum. Der Präsident ist natürlich informiert worden, als diese Serie von rowdyhaften Anrufen begonnen hat. Alle zuständigen Behörden ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um festzustellen, wer hinter diesen Anrufen steht. Wir warten auf die Ergebnisse dieser Arbeit“, sagte Peskow.

Zudem kommentierte er Meldungen, denen zufolge ein möglicher Grund für diese Anrufe die Übungen des ukrainischen Geheimdienstes SBU sowie ein direkter Befehl der ukrainischen Behörden über die Prüfung des Sicherheitssystems sein könnten.

„Es gibt absolut keinen Sinn, diese Gedanken zu kommentieren. Ich wiederhole nochmals: Das ist Telefonterror und genau so soll er eingestuft werden“, betonte Peskow.

Peskow äußerte, dass man keine Spekulationen anstellen solle und auf konkrete Maßnahmen, die gegenwärtig unternommen würden, warten solle.

„In diesem Fall ist es unangebracht, irgendwelche Versionen zu besprechen», so Peskow abschließend.

Mindestens 16 Schulen in Moskau wurden am Donnerstag wegen Meldungen über Anschlagsdrohungen evakuiert.

Am Mittwoch hatten mehrere anonyme Anrufer gedroht, dass auf zahlreichen öffentlichen Plätzen und in Institutionen in Moskau Bomben gelegt worden seien. Ähnliche Vorfälle hat es in den letzten Tagen in 22 russischen Städten gegeben.

Landesweit gerieten insgesamt mehr als 200 Einrichtungen, Einkaufszentren, Schulen, Universitäten, Bahnhöfe und Kinos ins Visier unbekannter Telefonterroristen.
Insgesamt wurden in den 22 Städten mehr als 45000 Menschen in diesem Zusammenhang evakuiert. Keine der Anschlagsdrohungen hat sich als wahr herausgestellt.

 

Quelle: Sputnik