Eine Woche nach der Befreiung Deir ez-Zors beginnt die Normalität wieder Einzug zu halten. Dies zeigt sich etwa an der Wiederaufnahme des regulären Schulunterrichts. Unterdessen setzt die syrische Armee ihren Einsatz gegen Terroristen-Rückzugsräume fort.

Schulen in den befreiten Teilen der ostsyrischen Stadt Deir ez-Zor haben das neue Schuljahr erstmals seit Jahren wieder in einer relativ friedlichen Umgebung begonnen. Vergangene Woche durchbrach die syrische Armee die Belagerung durch die Terrormiliz «Islamischer Staat». Mittlerweile sendet Damaskus dringend benötigte humanitäre Hilfe an die Bevölkerung, die über drei Jahre unter einer völligen Blockade zu leben hatte.

Die meisten Schulen in der Provinzhauptstadt Deir ez-Zor wurden im Zuge der Belagerung zerstört. Tausende Schüler und Studenten beraubte dies ihres Zugangs zur Bildung.

Zahlreiche Schüler mussten ihre Schulbildung aufgeben, da ihre Bildungseinrichtung zerstört wurden. Andere mussten, statt zu lernen, in ihren Familien mithelfen, um aus der prekären Lebenssituation zu kommen. Einige wenige Schüler taten sich zusammen, um trotz konstantem IS-Beschuss ihre Schulbildung fortzusetzen.

«Mörsergranaten fielen jeden Tag auf uns, eine nach demranderen. Viele wurden verletzt. Wir wurden belagert und verblieben in dieser Lage, bis Gott uns um diese Last erleichterte», sagte ein Schüler an der Adle-Alwan-Schule in Deir ez-Zor im Gespräch mit RT.

Große Dankbarkeit gegenüber der Armee

Am 5. September, nur eine Woche vor dem Beginn des neuen Schuljahres, durchbrach die syrische Armee mithilfe der russischen Luftwaffe die Belagerung. Ein weiterer Schüler der Adle-Alwan-Schule bemerkte gegenüber RT:

Wir wurden für drei Jahre belagert und doch haben wir gelernt. Jetzt sind wir zur Schule gekommen und wir haben Unterricht.

«Dank der Armee, Gott und Herrn Präsident Baschar al-Assad sind wir wieder in der Schule und können unser Bestes geben, hoffentlich bis zum Ende. Noch vergangenes Jahr lebten wir in Armut, Hunger und Kälte. Gott sei Dank werden wir wieder lernen. Ich danke der Armee», sagte ein anderer Schüler.

Die Einheimischen sind auch dankbar für die humanitäre Hilfe und Versorgung, die diverse internationale humanitäre Organisationen, Russland und die syrischen Regierung auf den Weg gebracht hatten.

«Die Belagerung ist durchbrochen. Gott sei Dank, wir sind glücklich, aufgeregt und fröhlich. Wir wünschen uns, dass sich die Dinge noch mehr verbessern», fügte die Lehrerin Manal Chaldi al-Schahada hinzu.

Ein Schüler bemerkte:

Wir brauchen alles, Kleider, Schuhe und Papier, um zur Schule zu kommen. So können wir schreiben, lesen und wieder zur Normalität zurückkehren.

Nach der Aufhebung der Belagerung der Provinzhauptstadt in der vergangenen Woche fahren die syrische Armee und die russische Luftwaffe fort, verbleibende IS-Widerstandsnester zu bekämpfen.

Syrische Luftwaffe geht weiter gegen Terroristen-Stellungen vor

Am Mittwoch startete die syrische Armee eine Offensive, um das Umfeld des Militärflughafens und des Regiments 137 abzusichern. Gleichzeitig rückte die syrische Armee im Süden der Provinz Deir ez-Zor gegen die IS-Extremisten vor.

Die syrische Luftwaffe flog auch mehrere Einsätze gegen Positionen und Bewegungen des IS in den Dörfern al-Jnaina, al-Maryaiya und al-Beghailiya. Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA wurden dabei «viele Terroristen und ihre befestigten Anlagen zerstört».

Der russische Generalleutnant Alexander Lapin sagte am Dienstag Reportern, dass mittlerweile rund 85 Prozent Syriens von Terroristen befreit sind.

Auch SDF bewegt sich auf Deir ez-Zor zu

Während die Offensive der syrischen Regierung fortschreitet, nähern sich die Regierungstruppen den US-unterstützten «Demokratischen Kräften Syriens» (SDF). Die von den kurdischen YPG-Kräften angeführten Einheiten rücken mit US-Luft- und Artillerieunterstützung von Norden auf die Provinzhauptstadt Deir ez-Zor vor.

Seit Dienstag «befreite die SDF rund 42.000 Quadratkilometer in Syrien», teilte die US-geführte Anti-IS-Koalition dem kurdischen Nachrichtensender Rudaw mit.

Quelle: RT

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