Trotz der antirussischen Sanktionen des Westens, die bereits einen Skandal um die Lieferung von Siemens-Turbinen auf die Krim ausgelöst haben, zeigt der US-amerikanische Konzern General Electric (US) weiterhin Interesse am russischen Markt, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

Es geht um die Lieferung von Anlagen im Rahmen eines Investitionsprojekts zur Produktion von Modul-Kraftwerken in Russland. Ein entsprechendes Abkommen soll demnächst auf einem internationalen Öl- und Gasindustrieforum in Tjumen unterzeichnet werden. Der Betrieb wird im Industriepark „Borowski“ in Tjumen liegen. Die Investitionen werden auf drei Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 43 Millionen Euro) geschätzt. Planmäßig sollen bis 80 Kraftwerke pro Jahr gebaut werden.
Diese sind vor allem für Betriebe der Öl- bzw. Gasbranche, aber auch anderer Zweige sowie für die Agrar-und Kommunalwirtschaft bestimmt.

Mit der Produktion wird sich die Firma OOO (GmbH) Energotechservis beschäftigen, die aktuell der offizielle Distributor und Service-Partner von GE Waukesha ist. Laut Quellen wird sie nach der Vertragsunterzeichnung auch den Vertrieb von Anlagen der GE Jenbacher übernehmen.

In Russland sind nur wenige westliche Maschinenbauunternehmen vertreten, die hierzulande eigene Betriebe haben, und vor dem Hintergrund der Russland-Sanktionen war das Interesse der Ausländer am russischen Markt sowieso gering.

 

Quelle: Sputnik