Nachdem das deutsche Magazin „Focus“ Russlands Präsidenten Wladimir Putin als einen „Hund“ bezeichnet hat, erklärt der russische Experte Wladimir Kirejew, warum diese Beleidigung für so viel Aufregung gesorgt und die Botschaft in Berlin eine Entschuldigung gefordert hat.

„Focus ist ja weder ein Boulevardblatt noch ein Comicheft – diese Zeitschrift ist in Deutschland angesehen, deshalb stellt man auch so hohe Anforderungen an sie“, sagte Kirejew in einem Gespräch mit Sputnik.
„Das waren eben die Beweggründe der russischen Botschaft, die Passage als Beleidigung des russischen Präsidenten einzustufen: Derart doppelsinnige und beleidigende Äußerungen sind für ein seriöses Massenmedium nicht zulässig.“

„Focus“ hatte in einem Artikel über die Bundeskanzlerin Angela Merkel (aktuelle Ausgabe) geschrieben: „Sie hat zwar Angst vor Putins Hund, aber keine Angst vor dem Hund Putin.“ Die russische Botschaft in Berlin wertete das als eine Beleidigung des russischen Staatschefs und forderte den „Focus“-Chefredakteur Robert Schneider dazu auf, sich für den Fehlgriff seiner Redaktion zu entschuldigen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warf dem deutschen Magazin „Russophobie“ vor.

„Focus“-Sprecherin Alice Wagner sprach zuerst von einem ironischen Wortspiel. Am Donnerstagabend teilte der Pressesprecher der russischen Botschaft in Berlin, Denis Mikerin, jedoch mit, „Focus“-Chefredakteur Schneider habe bei der diplomatischen Vertretung angerufen und sich entschuldigt.

 

Quelle: Sputnik