Die USA unterstützen nicht die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit in Irakisch-Kurdistan, da diese die Situation in der Region destabilisiere und den Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) störe. Das geht aus einer Mitteilung des Pressedienstes des Weißen Hauses hervor.

„Die USA unterstützen nicht die Absicht der Regionalregierung Kurdistans, in diesem Monat ein Referendum durchzuführen“, heißt es.

Laut Washington wird der Volksentscheid vom Anti-IS-Kampf und von der Stabilisierung der Lage in den von den Terroristen bereits befreiten Gebieten ablenken.

„Die Durchführung des Referendums in den strittigen Gebieten ist besonders provokativ und destabilisierend. In dieser Hinsicht rufen wir die kurdische Regionalregierung (Parlament in Irakisch-Kurdistan — Anm. d. R.) dazu auf, die Volksabstimmung abzusagen und einen ernsthaften und inhaltsvollen Dialog mit Bagdad aufzunehmen“, wurde betont.

Dabei seien die USA bereit, Unterstützung zu erweisen.

Das Parlament in Irakisch-Kurdistan nahm am Freitag nach einer zweijährigen Pause seine Arbeit wieder auf. Als Hauptfrage galt das Unabhängigkeitsreferendum in der Region.
Das Unabhängigkeitsreferendum ist für den 25. September anberaumt.

Das irakische Kurdistan ist ein kurdisches Staatsgebilde im Irak und hat laut der Verfassung des Landes den Status einer Autonomie (was teilweise an den Status eines Mitglieds einer Konföderation erinnert) und ist de facto zur Hälfte unabhängig. Die Macht in dieser Region befindet sich in den Händen der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) mit dem Präsidenten Masud Barzani an der Spitze.

 

Quelle: Sputnik