Aus Protest gegen ein Kurdenfestival in Köln hat die Türkei am Samstag den deutschen Botschafter in Ankara ins Außenministerium zitiert. Die Türkei verurteile «nachdrücklich», dass man die von Sympathisanten der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) organisierte Veranstaltung erlaubt und es geduldet habe, dass dort «Terrorpropaganda» betrieben worden sei, erklärte das Ministerium in einer Mitteilung. Das Auswärtige Amt in Berlin äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Vorgang.

Das Außenministerium in Ankara warf der Bundesregierung vor, im Kampf gegen den Terrorismus mit «zweierlei Maß» vorzugehen. Obwohl es in Deutschland verboten sei, seien auf der Veranstaltung PKK-Symbole benutzt, Öcalan-Plakate gezeigt und eine «terrorverherrlichende Botschaft von einem der gegenwärtigen PKK-Anführer verlesen» worden.

An dem Kurdischen Kulturfestival in Köln hatten am Samstag laut Polizei mehrere tausend Menschen teilgenommen. Das Festival stand unter dem Motto «Freiheit für Öcalan — einen Status für Kurdistan». Gefordert wurde damit die Freilassung des zu lebenslanger Haft verurteilten Anführers der PKK, Abdullah Öcalan.

Die PKK ist in Deutschland seit 1993 als Terrororganisation verboten. Seit kurzem ist zudem das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts untersagt.

 

Quelle: RT