Bei Zusammenstößen zwischen kongolesischen Polizeikräften und Flüchtlingen aus dem Nachbarland Burundi sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zahlreiche Menschen getötet worden. Nach ersten Berichten habe es mehr als 30 Tote und über 100 Verletzte gegeben, teilte das UNHCR am Samstag mit. Demnach sollen die Sicherheitskräfte in die Menge geschossen haben.

Die Zusammenstöße ereigneten sich am Freitag in der Grenzstadt Kamaniola. Nach Angaben der kongolesischen Armee protestierten die Flüchtlinge dagegen, nach Burundi zurückgeschickt zu werden. Armee und Polizei hätten in die Luft geschossen, als die Lage außer Kontrolle geraten sei, sagte Armeesprecher Dieudonne Kasereka. Nach seinen Angaben wurden bei den Protesten sechs Angehörige der Sicherheitskräfte getötet.

In Kamaniola halten sich laut UNHCR etwa 2.000 der fast 45.000 Burundier auf, die im Kongo Zuflucht gefunden haben. Insgesamt sind nach UNHCR-Zahlen seit dem Jahr 2015 mehr als 400.000 Menschen aus Burundi vor der Gewalt in ihrer Heimat in Nachbarländer geflohen. Auslöser für die Krise in Burundi waren Unruhen und gewaltsame Proteste gegen die Wiederwahl von Präsident Pierre Nkurunziza, der das Land seit 2005 regiert.

 

Quelle: RT